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„Etwas Anerkennung wäre endlich mal fällig“, nuschelte Gisburne in seinen Weinkelch. Er befand sich bereits in einem Zustand fortgeschrittener Trunkenheit, war sich der Gefahr, die unvorsichtig ausgesprochene Worte für ihn bedeuten könnten, aber dennoch bewusst.
Er hätte gar nicht erst gesprochen – obwohl er eigentlich nicht dafür bekannt war, sich zurückhalten zu können –, wenn er sich nicht allein in seiner Kammer aufhalten würde.
„Diese Stadt sollte meine Bemühungen anerkennen“, beschwerte sich der Ritter bei seinem Weinkelch, bevor er ihn an seine Lippen hob. Sofort bemerkte er jedoch, dass dieser leer war, was er nicht tolerieren konnte.
Sein Blick irrte durch die Kammer, bis er den Krug erspähte, den er aus der Großen Halle mitgebracht hatte. Es war allerdings nicht der erste, den er an diesem Abend leerte. Er hatte die Abwesenheit des Sheriffs ausgenutzt und sich großzügig an de Rainaults Vorräten bedient. Irgendwann hatte er jedoch das Gefühl, dass sein Kopf bersten würde – sicherlich lag das daran, dass die Feuerstelle in seiner Nähe fürchterlich rauchte –, also schnappte er sich einen vollen Weinkrug und taumelte die Treppen zu seinem Quartier hinauf – mehr auf das Gefäß in seinen Händen achtend als auf seine eigene Unversehrtheit.
„Anerkennung!“, erklärte er dem Krug, als er ihn endlich erreicht hatte. Als er jedoch seinen Kelch daraus füllen wollte, starrte er verwirrt auf seine leere Hand.
Langsam und vorsichtig drehte er sich um und entdeckte das Gefäß neben seinem Bett. Einen Moment lang konnte sich Gisburne nicht entscheiden, was er tun wollte, dann kippte er sich den Wein direkt in den Mund.
Im nächsten Moment fiel ihm der Krug aus der Hand und prallte auf den Boden. Das bekam der Ritter jedoch nicht mehr mit, denn auch er ging zu Boden.
Der Wein hatte ihn besiegt.

