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Skinny Norris und das Ende von Toteninsel

Summary:

Mir hat in Toteninsel schon immer die Closure mit Skinny gefehlt. Er taucht nach dem ersten Teil ja einfach gar nicht mehr auf. Also dachte ich, ich schreibe einfach mal ein Ende, welches perfekt im Film, der Januar '26 raus kommt, wäre. (Perfekt für mich und meine Headcanons :D)

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Zwei Tage nachdem die drei Fragezeichen aus Makatao zurückgekehrt waren, saßen die drei Freunde zusammen auf der Terrasse des Hauses Jonas und tranken angenehm kühle Limonade. Ausnahmsweise hatten sie mal keine nervigen Aufgaben von Tante Mathilda bekommen. Auch ihr war klar, dass dies ein Fall war, den sie erst einmal richtig verarbeiten mussten. Selbst Justus wollte eine Zeit lang keinen neuen Fall mehr sehen.

Als Peter seinen Blick über den Schrottplatz gleiten ließ, erblickte er zwei Personen, die sich ihnen näherten. Als er seine Augen mit seiner Hand gegen die Sonne abschirmte, erkannte er eine der beiden Personen. „Och nö...“, murmelte er, gerade laut genug, dass Justus und Bob ihn hören konnten. 

„Was ist los?“ fragte Justus und folgte Peters Blick. 

Bob, der zufällig gerade in Peters Richtung geblickt hatte, hatte ebenfalls seine Augen abgeschirmt und konnte die Reaktion des zweiten Detektivs gut nachvollziehen. „Skinny Norris...“, sagte er, ebenso wenig begeistert. 

Vor den dreien angekommen, blieben Skinny und seine Begleitung stehen. Der Blonde trug zu seiner zerrissenen Jeans, aufgrund der Hitze an diesem Tag, ein simples schwarzes Tanktop. Dennoch hatte er seinen Oberkörper mit seinen Armen umschlungen, als sei ihm kalt. Seine blauen Augen waren starr auf den staubigen Boden vor sich gerichtet.

Der junge Mann neben Skinny schien im selben Alter, wie dieser zu sein. Er trug eine rote Skinny-Jeans und ein Radiohead-Shirt, welches vorn etwas in die Hose gesteckt war. An den Handgelenken links und rechts trug er ein paar Stoffarmbänder, die von Festivals zu sein schienen, sowie eins in den Farben der Regenbogenflagge.

Er strich eine braune Haarlocke aus der Stirn, welche sich gelöst hatte, und stieß dann Skinny mit dem noch erhobenen Ellenbogen an. 

Dieser verdrehte die Augen und murmelte etwas vor sich hin. 

Irritiert blickten die drei Fragezeichen einander und dann wieder Skinny an. 

„Jetzt noch einmal lauter. Damit dich auch jemand versteht“, sagte der Fremde ruhig aber bestimmt. 

Skinny seufzte. „Sorry...“, murmelte er dann verständlicher. 

„Ne, Skinny. Jetzt nimm mal die Arme runter...“, sagte der andere nun und zupfte etwas an Skinnys Oberarm, der daraufhin die Arme sinken ließ. „...und dann bitte noch mal ordentlich!“

Skinny seufzte erneut und blickte nun zum ersten Mal, seit die beiden den Schrottplatz betreten hatten, die drei Fragezeichen an. „Es tut mir leid...“

„Was tut dir leid?“ fragte der Braunhaarige.

„Tut mir leid, dass ich euch in diese Toteninsel-Scheiße reingezogen habe...“

Der andere hatte inzwischen seine Hand auf Skinnys unterem Rücken gelegt, was diesen zu bestärken schien. 

„Ich hatte echt Schiss vor dieser Expedition. Wenn ich aber nicht mitgegangen wäre, hätte Hadden mich angezeigt und ich kann echt nicht noch eine Vorstrafe gebrauchen. Außerdem hat er Informationen, die er meinem Dad gesteckt hätte, das konnte ich nicht zulassen. Und naja, ich dachte, wenn jemand mit so etwas klar kommt, dann ihr. Deshalb habe ich euch mit dem Rätsel angeheizt, Bob zu diesem Treffpunkt bestellt und Peter auf dem Schiff überwältigt. Ich hatte einfach übelst schiss. Ich bin nunmal nicht so schlau und mutig, wie ihr...“

Den letzten Satz hatte er wieder eher gemurmelt und dabei auf seine schwarzen Schuhe herabgeblickt. 

„Also, tut mir echt leid, okay...?“

„Und wir sollen dir jetzt einfach so verzeihen, oder was?“ fragte Peter und verschränkte die Arme. 

„Seid froh, dass ich mich überhaupt entschuldigt habe!“ fuhr Skinny den Jüngeren an. 

„Skinny...“, mahnte der Fremde und legte seine Hände auf dessen Schultern.

Mürrisch blickte Skinny wieder auf den Boden. 

„Warum gehst du nicht schon mal vor?“ fragte er dann sanft. 

Der Blonde nickte und ging dann in die Richtung des Eingangs des Gebrauchtwarencenters.

„Skinny fühlt sich wirklich beschissen, wegen dem, was er getan hat.“

Peter verdrehte – immer noch mit verschränkten Armen – die Augen. „Sicher tut er das.“

„Wirklich. Ich habe ihn nur dazu gedrängt, hierherzukommen, damit er es euch sagt. Er schämt sich.“

„Es ist uns neu, dass er das Wort überhaupt kennt“, schaltete sich nun auch Bob ein. 

„Ich habe keine Ahnung, warum diese komische Fehde zwischen euch ist, aber Skinny ist eigentlich gar nicht so übel.“

„Es ehrt dich, dass du versuchst, zu vermitteln“, erhob nun Justus die Stimme. „Jedoch sollte er lieber Taten sprechen lassen. Uns ist klar, dass eine Entschuldigung für ihn nicht leicht auszusprechen war. Trotzdem reicht es nicht. Peter hätte ernsthaft etwas zustoßen können. Wir hätten ihm bereitwillig geholfen, wäre er ehrlich zu uns gewesen. Diese fiesen Tricks waren schlichtweg unnötig. Sag ihm das gerne.“

Der Ältere nickte. „Okay.“

„Richie!“ rief Skinny vom Eingang zu den vieren rüber. Er hatte sich zwischenzeitlich eine Zigarette angesteckt und lehnte am offenen Tor. „Kommst du, Babe?“

Der Angesprochene lächelte bei dem kleinen letzten Wort. „Sofort“, antwortete er und wandte sich noch einmal den drei Fragezeichen zu. „Es war mir eine Ehre, die berühmt-berüchtigten drei Satzzeichen mal zu treffen“, grinste er und drehte sich dann zum Gehen.

Die drei Jungen sahen ihm nach, wie er zu Skinny ging, ihm die Zigarette abnahm und nach einem Kuss auf die Wange des Blonden, selbst zu rauchen begann. Die beiden jungen Männer stiegen in Skinny blauen Sportwagen.

„Komischer Typ", sagte Peter, während er dem Auto nachsah. „Wer datet denn bitte freiwillig Skinny Norris?“

Notes:

Ein dezentes Coming-out musste natürlich auch mit rein :D

Wie gefällt euch mein Ende? :)