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Fandom:
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Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-09-15
Completed:
2025-09-19
Words:
13,498
Chapters:
6/6
Kudos:
3
Hits:
98

Er sah traurig aus

Summary:

„Nur hingehen. Ganz normal hingehen…“ murmelte sie zu sich selbst, während sie nervös in der Tasche kramte, in der sie noch ein paar selbstgemachte Kekse hatte und einen raus holte. „Nichts Besonderes. Einfach nur… Hallo sagen.“

Sie ging los. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde er den Boden unter ihren Füßen beben lassen. Als sie endlich vor ihm stand, hakte ihr Mut genau in dem Moment aus, als seine türkisen Augen auf sie trafen.

Notes:

It's again a Rpg i rewrote into a Story xD
Hope you enjoy! ^^

Chapter 1: Kekse

Chapter Text

Die Sonne hing tief über Sunagakure, der Sand färbte sich goldrot im Licht. Sumi stand auf dem staubigen Platz, der Blick unauffällig immer wieder zu der Gestalt am Rand schweifend. Er, mit den roten Haaren, den dunklen Augenringen, den ernsten Zügen und der Kürbisflasche auf dem Rücken.

„Nur hingehen. Ganz normal hingehen…“ murmelte sie zu sich selbst, während sie nervös in der Tasche kramte, in der sie noch ein paar selbstgemachte Kekse hatte und einen raus holte. „Nichts Besonderes. Einfach nur… Hallo sagen.“

Sie ging los. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde er den Boden unter ihren Füßen beben lassen. Als sie endlich vor ihm stand, hakte ihr Mut genau in dem Moment aus, als seine türkisen Augen auf sie trafen.

„Äh–!“ machte sie, und ihr Kopf wurde leer. Statt Worte formte ihre Hand eine Bewegung. Ihre Hand machte eine schwingende Bewegung mit dem Keks, den sie ihm eigentlich direkt in die Hand legen wollte. Doch in ihrer Panik… warf sie ihn.

„Keks!“ rief sie.

Der kleine, eckige Keks flog in einem ziemlich unbeeindruckenden Bogen direkt auf ihn zu. Gaara blinzelte, hob wie automatisch die Hand und fing ihn. Ohne Sand, einfach so.

Für einen Augenblick war es still. Sumi starrte ihn an, als wolle sie sich am liebsten in Luft auflösen.

Er sah auf den Keks, dann auf sie die sich schon wieder umgedreht und weggelaufen war.
Sein Blick war unlesbar aber fast schon neugierig.

"Was zum..."

 

Der nächste Tag brach in Suna an.
Gaara schritt ruhig durch die Straßen, den Blick nach vorn gerichtet, doch seine Gedanken hingen irgendwie noch immer bei diesem gestrigen kuriosen Moment.
Er bewegte sich durch die Stadt, die Menschen um ihn herum registrierend, aber keiner von ihnen fesselte seinen Blick. Die Leute um ihn rum mieden ihn noch immer doch waren nicht mehr so öffentlich hasserfüllt wie noch vor einem Jahr.

Er nahm es ihnen nicht mehr übel, aber es würde wohl noch eine Weile dauern bis er sein neues Ziel erreicht hatte das er sich seitdem vorgenommen hatte. Kein bestimmtes Ziel vor Augen wanderte er durch die Straßen. Nur die Erinnerung an das Mädchen von gestern, das ihm den Keks entgegengeworfen hatte, ließen ihn innehalten, als er eine ähnliche Silhouette im Augenwinkel wahrnahm.

Sumi saß auf einer der Schaukeln des Spielplatzes und dachte über ihre gestrige Begegnung mit Gaara nach. Sie hatte es wieder nicht geschafft mit ihm zu reden. Immer wieder das Gleiche mit ihr und dem Freunde finden, ihre Nervosität warf ihr jedes mal einen riesigen Klotz vor die Füße. Doch sie wollte nicht aufgeben bis sie wenigstens ein Mal mit ihm geredet hatte.
Sie hatte sogar ein kleines Säckchen mit selbst gemachten Keksen dabei für Gesprächsstoff...nicht dass sie erwartete dass er drauf anspränge aber doch gab es ihr wenigstens etwas womit sie mit den fingern herumfummeln konnte während sie nervös war. Ihre Gedanken ordnend und sich seelisch Mut machend wippte sie die Schaukel ein wenig hin und her. Ihre Gedanken wanderten an den Tag als sie ihn das erste Mal sah.
Sie waren Kinder gewesen, er wollte mit den andren Ball spielen und hat sie aus versehen verletzt als sie vor ihm wegliefen.

Sie saß abseits und hatte mit Sand gespielt als ihre Eltern sie packten und auch wegliefen. Über die Schulter ihres Papas hatte sie noch weiter hinüberguckt was eigentlich los war und gesehen wie niedergeschlagen er alleine zurück blieb.
Lange hatte das Mädchen nicht verstanden was da passiert war bis sie Gerüchte über das Dämonenkind gehört hatte. Gefährlich und unvorhersehbar hatten sie ihn genannt.
Er kam ihr mehr traurig vor doch da ihr verboten war in seine Nähe zu gehen konnte sie es nie überprüfen. Das war nun schon lange her, sie hatte nicht gedacht ihn wiederzusehen nachdem sie umgezogen war aber wie es das Schicksal wollte sah sie ihn gleich am ersten Tag als sie wieder zurück kam.
Älter und Größer aber das rot seiner abstehenden Haare und die unübersehbaren Augenringe ließen ihr keinen Zweifel.
Das einzige was fehlte war dieser Blutrünstige Blick den alle immer beschrieben hatten, doch auf sie wirkte es eher als würde er den Leuten absichtlich aus dem weg gehen um keine Umstände zu machen. Dafür wurde er weiterhin mit verachtenden Blicken gestraft.

Einer dieser Momente war es indem sie entschied dass sie versuchen wollte sich mit ihm anzufreunden.
Leichter gesagt als getan, sie war sehr schlecht darin, neue Kontakte zu knüpfen doch natürlich hatte sie daran gar nicht erst gedacht bis sie sich gestern wieder zum Affen gemacht hatte...
Doch so schnell wollte sie sich von ihrem Vorhaben nicht entmutigen lassen! Mindestens ein Mal würde sie es schaffen mit ihm zu reden!
Als sie aufsah bemerkte sie eine Figur am Rand des Spielplatzes.
Gaara.
Aus Reflex stand sie hastig auf und sah weiter zu ihm hin.
'Alles oder nichts. Sag einfach hi. , sprach sie sich in Gedanken Mut zu.
'Kein gewerfe.'
Um diesen nicht sofort wieder zu verlieren lief sie schon beinah auf ihn zu und rief ihm ihre Vorbereiteten Worte entgegen.
"H-hi! S-sorry wegen gestern!" Ein aus Nervosität halb verzweifelter halb erwartungsvoller Blick auf ihn gerichtet.

Gaara erstarrte einen Moment, als das „Hi“ an sein Ohr drang. Es war nicht laut, aber bestimmt genug, um seine Aufmerksamkeit vollständig auf sie zu ziehen. Sein Blick ruhte auf ihr, ruhig, urverwandt, während er innerlich einen kurzen Moment kämpfte, das merkwürdige Ziehen in seiner Brust zu ignorieren.
'Das...komische Mädchen von gestern?'
Er versuchte seit einiger Zeit humaner auf andre zu wirken doch das bedeutete nicht dass er darauf vorbereitet war dass Jemand auf Ihn ohne Hintergedanken zuging.
Er blieb stehen, den Abstand zwischen ihnen respektierend, und wartete, ob sie noch etwas sagen würde, ohne die Stille zu brechen. Die Sonne war warm, der Wind trug die Geräusche des Spielplatzes zu ihm herüber, doch alles andere schien er für einen Moment auszublenden, nur dieses seltsame Mädchen das er noch nicht einzuordnen wusste existierte in seinem Blickfeld.

Seine Augen wanderten unmerklich zu dem kleinen Säckchen in ihren Händen, dann zurück zu ihrem Gesicht. Sie wirkte angespannt, fast so, als hätte sie all ihren Mut zusammengenommen.
„…schon gut.“
Die Worte verließen seine Lippen ruhig, ohne Wärme, aber auch ohne Härte. Kein Urteil, nur eine Antwort.
Sie schien kaum zu bemerken wie ein lächeln sich auf ihrem Gesicht ausbreitete als er ihr tatsächlich antwortete. Er schien sie also nicht zu hassen. Sie wusste schließlich dass er sie irgendwann mal bei ihren Beobachtungen bemerkt haben musste. Doch lebte sie noch und er sprach sogar mit ihr.

Damit landete er definitiv schon Mal auf der 'Kein Monster das dich bei einem schiefen Blick umbrachte' Liste.
Wieder im jetzt bemerkte sie dass er sie mit seinem typischen unbewegten Gesicht und verschränkten armen ansah. Oh stimmt sie hatte ihn angesprochen, sie musste das Gespräch fortsetzen wenn sie nicht wollte dass er einfach ging.

"Ich ehm...ich heiße Sumino." Ihr blick wanderte wieder schüchtern zur Seite und fiel auf das Säckchen das sie noch immer in einer Hand hielt. "Und ich...ich hab Kekse!...willst du welche ab haben?"
Seine Augen verengten sich kaum merklich, als sie ihren Namen nannte. 'Sumino…'
Er sagte nichts, behielt ihn aber im Kopf. Sie hatte ihn von sich aus preisgegeben, ohne dass er fragen musste, das war neu.

Als sie dann das Säckchen hochhielt, war sein Blick kurz darauf gerichtet. Kekse. Schon wieder.
Es war beinahe seltsam, fast unbeholfen. Es wäre nicht das erste Mal dass ihn jemand versuchte mit Gift loszuwerden. Dieses Mädchen schien ziemlich entschlossen zu sein, bedenke dass sie ihm schon eine Weile nachschlich und doch wirkte sie auch wieder nicht als wollte sie ihm schaden. Eine Kunoichi war sie jedenfalls mit ihren tollpatschigen Versuchen sich bedeckt zu halten nicht.

Die eingehende stille tat ihrem Körper nicht gut. Sie hatte etwas dummes gesagt oder? Natürlich war es dumm, sie hatte ihm gestern erst einen an den Kopf geworfen und heute kam sie schon wieder mit welchen an.
Sie fühlte schon beinah wie ihr der nervöse schweiß aus den Poren schoss. Sie war schon im begriff sich wieder abzuwenden und eine Entschuldigung zu murmeln als er ihr antwortete. Sie blickte wieder auf seine unbewegte Silhouette.

Er schwieg einen langen Moment, dann leise, eine beinahe tonlose Antwort.
„…zeig her.“
Keine Bewegung auf sie zu, sondern wartete nur. Seine Haltung blieb verschlossen, Arme vor der Brust, aber seine Augen weiterhin musterend auf ihr,

'Wirklich? Er wies sie nicht ab?' Ein lächeln breitete sich aus und sie nickte ihm zu. Mit einer zittrigen Hand machte sie die schleife die das Säckchen zusammen hielt ab und sie konnte ihm den geöffneten Beutel mit eckigen Chockolatechip Cookies hinhalten.
Langsam löste er die Arme von seiner Brust, ließ die Hände sinken. Sein Blick blieb auf den Beutel gerichtet, den sie ihm hinhielt. Schokolade. Der süße Geruch vermischte sich mit dem trockenen Duft des Sandes. Ein Fremdes, aber nicht unangenehmes Bild. Mit einer kontrollierten Bewegung griff er schließlich hinein, als wolle er ihr keine Gelegenheit geben, es sich anders zu überlegen.

Als er seinen Keks hatte, nahm sie sich auch einen und biss sofort ab. Eine herrliche süße breitete sich in ihrem Mund aus wie sie nur ausländische Süßigkeiten auslösen konnten.
"Hmm~" , ein wohliger laut entkam ihrer kehle.
Der einzelne Keks lag in seiner Handfläche. Er betrachtete ihn einen Augenblick, als sei er irgendein merkwürdiges Relikt. Sie schien nicht zu warten dass er zuerst aß.

'Also kein Gift.'
Langsam führte er ihn langsam zum Mund. Ein Bissen, knacken zwischen den Zähnen.
Die Süße breitete sich aus, ungewohnt. Kein Ausdruck trat auf sein Gesicht, doch er hob den Blick zu ihr. Ein winziges Nicken, kaum mehr als eine Geste, begleitete das leise Wort.
„…gut.“
Mehr sagte er nicht.

Schweigend aßen beide ihren Keks auf bis danach wieder stille eintrat. Sie musste irgendwas sagen. Aber sie war so schlecht im Gespräche anfangen. Ihr fiel nichts ein außer..
"Ah...willst...willst du den Rest haben? Ich schenk sie dir."
Sie sah ihn kurz fragend an, konnte ihm aber nicht in die Augen sehen. Eigentlich wartete sie nur darauf dass er ihr sagte dass sie nervte und sie wegschickte.

Seine Finger schlossen sich um das Säckchen, das sie ihm hinhielt, doch er nahm es nicht sofort. Er ließ die Stille zwischen ihnen einen Moment länger stehen, als wolle er prüfen, ob sie es ernst meinte oder sich doch noch etwas dahinter verbarg. Er konnte nichts ungewöhnliches ausmachen. Das verwirrte ihn.
„…Warum?“

Sein Ton war ruhig, aber schwerer als die einfachen Worte selbst. Seine Augen blieben auf ihr, unbeweglich, während er die Antwort abwartete.
Als er seine Hand nach dem Säckchen ausstreckte zuckte sie kurz weil ihre Finger sich beinahe berührten, überrascht über seine Annahme des Geschenkes. Sie legte ihm das Säckchen sanft in die Hand und sprach das erste mal ohne zu stottern. Konnte aber seinem blick nicht standhalten und wurde wieder etwas rot.
"Das...wollte ich ehrlich gesagt schon lange machen."

Ein Schatten von Erinnerung huschte durch seinen Kopf – Bilder, die er längst weggesperrt hatte: Kinder, die vor ihm davonliefen. Blicke voller Angst. Schreie.
Er senkte den Blick auf das Säckchen in seiner Hand, dann wieder auf sie. Ihr errötetes Gesicht wich seinem starren Blick aus, als hätte sie mehr preisgegeben, als sie wollte und vielleicht hatte sie das auch.
„…lange?“

Nur ein einziges Wort, leise gesprochen, doch seine Stimme trug den Ernst einer Frage, die mehr bedeutete, als es den Anschein hatte.
Sie hatte zu viel gesagt. Himmel. Das klang ja beinahe wie ein Liebesgeständnis! Sie musste sich herausreden. Schnell!
"Ah! Du meine Güte! Ich...ich hab vergessen dass ich heute Nachmittag ja noch mal in den Laden muss. D-danke fürs Gespräch! Tschüss!" Hastig raspelte sie die Ausrede runter und war wieder  weggerannt.

Gaara stand einen Moment perplex da, das Säckchen noch immer in der halb ausgestreckten Hand und sah in die Gasse in die sie verschwunden war. Heute war Sonntag. Eine Weile sah er nur auf das Säckchen hinab als könne es ihm Antworten geben.
Komisches Mädchen.