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Deutsch
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Published:
2025-04-08
Words:
10,090
Chapters:
1/1
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12
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54
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3
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935

keep me in your cage

Summary:

„Gefällt’s dir?“ fragt Leo.

Es ist ein schlichtes schwarzes Design. Kunststoff anstatt Metall, und es fühlt sich weich an, als Adam vorsichtig seine Finger danach ausstreckt.

Sie haben hierüber gesprochen, mehrmals. Leo hat ausführlich bei ihm Maß genommen und mit ihm verschiedene Modelle diskutiert. Am Ende hat Adam gesagt, dass Leo ihn überraschen soll und sie haben sich für den Rest der Nacht darauf beschränkt, schon mal zu üben, bis Adam vor lauter Edging nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Aber den Cock Cage jetzt so real vor sich zu sehen, löst doch noch etwas anderes in ihm aus.

Notes:

Warum passiert es mir ausgerechnet bei einfachen smutty Ideen immer, dass das so ausartet? Aber hey, immerhin ist die fic fertig geworden und ich hoffe, ihr erfreut euch genauso daran wie Adam an seinem neuen Accessoire :D
Ohne die Unterhaltungen im Discord Server hierüber würde diese fic nicht existieren, also vielen Dank an alle für den wie immer sehr kreativitätsfördernden Austausch <3

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Als Adam aus dem Badezimmer kommt, sitzt Leo auf der Bettkante.

An sich ist das nichts Ungewöhnliches. Noch gestern Abend hat Leo dort auf der Kante gesessen, während Adam vor ihm stand. Jetzt, wo Adam gerade aus der Dusche kommt und nur ein Handtuch um die Hüften geschlungen hat, wäre es ziemlich einfach, direkt vor Leo zu treten und die Ereignisse von gestern Abend noch einmal nachzuspielen. Aber eigentlich wollten sie sich fürs Büro fertigmachen, oder?

Adam macht trotzdem noch ein paar Schritte auf Leo zu. Nur für den Fall, dass Leo etwas von ihm will; und weil er sowieso nie gut widerstehen kann, wenn Leo sich ihm so darbietet.

Vielleicht macht Leo das nicht mal mit Absicht, aber es kann ihm niemand erzählen, dass Leo nicht genau weiß, wie es wirkt, wenn er so dasitzt. Wenn er die Arme hinter sich aufgestützt hat, sodass sich sein Bizeps anspannt, und den Kopf leicht angehoben, sodass Adam nur seine Hände in Leos vom Schlafen zerzausten Haaren versinken lassen müsste, um Leos Mund direkt auf seinen Schwanz zu ziehen.

„Ich hab da was für dich.“

Diese Worte von Leo sorgen nicht unbedingt dafür, dass Adam seine Fantasien zügeln kann. Könnte das, was Leo hat, ein heißer Blowjob zum Aufwachen sein? Dafür würde Adam auch liebend gerne auf den Kaffee verzichten, bevor sie ins Büro fahren.

Doch es ist kein Blowjob. Als er sieht, was Leo hinter sich hervorholt, wird ihm zwar trotzdem ein wenig heiß, aber es ist schon klar, dass es überhaupt nichts bringt, wenn Adam jetzt hart wird. Leo wird ihm wohl kaum einen blasen, wenn er ihm jetzt einen Cock Cage hinhält.

„Gefällt’s dir?“ fragt Leo.

Es ist ein schlichtes schwarzes Design. Kunststoff anstatt Metall, und es fühlt sich weich an, als Adam vorsichtig seine Finger danach ausstreckt.

Sie haben hierüber gesprochen, mehrmals. Leo hat ausführlich bei ihm Maß genommen und mit ihm verschiedene Modelle diskutiert. Am Ende hat Adam gesagt, dass Leo ihn überraschen soll und sie haben sich für den Rest der Nacht darauf beschränkt, schon mal zu üben, bis Adam vor lauter Edging nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Aber den Cock Cage jetzt so real vor sich zu sehen, löst doch noch etwas anderes in ihm aus.

Lust, vor allem. Aufregung. Und ein kleines bisschen Nervosität, weil er keine Ahnung hat, was genau Leo mit ihm vorhat.

Er nickt trotzdem. Natürlich gefällt es ihm. Es hat bisher noch nichts gegeben, was Leo mit ihm ausprobiert hat und was ihm nicht gefallen hat. Allein schon weil er weiß, wie viel Arbeit und Recherche Leo investiert haben muss, um ihm dieses Modell auszusuchen und sich zu überlegen, was er hiermit mit Adam anstellen möchte.

„Möchtest du ihn mal anprobieren?“ fragt Leo.

Diesmal ist Adams Nicken noch enthusiastischer. „Ja“, schiebt er sogar noch hinterher, weil er weiß, wie wichtig Leo diese verbalen Zeichen sind. Wahrscheinlich wüsste Leo auch so, wie Adam hierzu steht, wenn er darauf achten würde, wie sich das Handtuch um Adams Hüften verschoben hat, seit er hier vor Leo zum Stehen gekommen ist. Doch wenn Leo das braucht, kann Adam ihm gerne auch noch mal bestätigen, wie sehr er das hier möchte.

Leos Finger sind warm auf seiner Haut, als sie das Handtuch beiseiteschieben. Leo macht das, so wie er alles tut: auf eine ruhige und bedachte Art, die Adam ganz verrückt macht. Dabei sollte er ganz genau wissen, dass es absolut nichts bringt, wenn er jetzt hart wird.

Entsprechend kritisch schaut Leo zu ihm auf, nachdem er Adams Schwanz gesehen hat. „So geht das aber nicht.“

Fast wünscht Adam seine Erektion zum Teufel. Natürlich geht das so nicht und auch wenn er sich noch nie wirklich gewünscht hat, in Leos Gegenwart nicht ständig erregt zu sein, ist es mehr als ungünstig, jetzt hart zu werden, wenn Leo immer noch den Cock Cage neben sich liegen hat.

Oder auch nicht, wie er feststellt, als Leo näherkommt. Leo hat nämlich inzwischen eine ziemlich sichere Methode entwickelt, Adam dazu zu bringen, seine Erektionen loszuwerden. Und Adam wird sich sicherlich nicht beschweren, wenn sein Morgen doch noch mit einem Blowjob beginnt.

Leo ist schnell und effizient. Es hat nichts von dem, wie er gestern Abend versucht hat, Adam hinzuhalten, bis Adam das Gefühl hatte, dass seine Knie jeden Moment nachgeben würden. Wenn seine Knie jetzt weich werden, dann weil er plötzlich das Material des Cock Cages an seinem Oberschenkel spürt. Diesmal nutzt Leo das aber genau aus und sorgt dafür, dass Adam auf sein insistentes Lecken und saugen hin innerhalb weniger Minuten in Leos Mund kommt.

Das warme Gefühl direkt nach seinem Orgasmus kann Adam allerdings nicht lange genießen. Leo hat sein Handtuch wieder aufgehoben und Adam zieht scharf die Luft ein, als Leo damit noch einmal über seinen leicht überempfindlichen Schwanz fährt, um ihn abzutrocknen. Es ergibt Sinn und es ist genau das, was passieren muss, und doch ist er nicht darauf vorbereitet, als Leo den Cock Cage neben ihn hält. „Darf ich?“

„Ja, bitte.“ Das Bitten kann Adam sich hier nicht verkneifen. Vielleicht weil er Leo damit zeigen möchte, dass er das wirklich so meint. Oder auch, weil er mittlerweile herausgefunden hat, dass Leo auf sein Betteln sehr gut reagiert. Auch wenn Leo ihn in einer längeren Session nicht nur allein deswegen kommen lässt, so gibt es immer irgendeine Art von kleiner Belohnung, wenn Adam Leo brav um etwas bittet.

Dieses Mal ist seine Belohnung der Cock Cage, den Leo näher an seinen Schwanz heranführt. Adam beobachtet neugierig, was Leo damit anstellt. Seine Bewegungen sind so sicher, als hätte Leo das geübt. Vielleicht an sich selbst? Doch darüber kann Adam jetzt nicht nachdenken, damit er nicht Gefahr läuft, gleich wieder hart zu werden. Die Gefahr ist zwar in seinem Alter eher gering, aber Leo hat es doch immer geschafft, ihn zu körperlichen Höchstleistungen zu bringen.

Gerade wenn Leo so konzentriert guckt wie jetzt. Er zieht erst Adams Eier, dann seinen Schwanz durch den Ring und prüft, ob er gut sitzt, bevor er den eigentlichen Käfig um Adams Schwanz befestigt. Es fühlt sich ungewohnt auf Adams Haut an, aber daran kann er kaum noch denken, als sich der Cage schließlich mit einem leisen Klicken schließt.

„Fuck.“ Adam kann nichts dagegen tun, dass ihm dieses Fluchen entweicht. Dabei liegt der Käfig nicht einmal besonders eng an oder quetscht ihn ein. Er ist auch nicht wirklich schwer. Trotzdem ist da dieses Gefühl, dass eben etwas da ist und ihn berührt, was Adam sonst nicht spürt. Vor allem in Kombination mit der Tatsache, dass Adam sich gerade nicht anfassen könnte, selbst wenn er wollte.

Adams schluckt. Leos Finger tanzen noch für einen Moment über den Cage, berühren abwechselnd den Kunststoff und Adams Schwanz, soweit er durch die Aussparungen erreichbar ist. „Wie fühlst du dich?“

Verdammt geil. So geil, dass er gleich wieder hart werden könnte. Er weiß aus ihren Gesprächen und Leos Recherche, dass das theoretisch möglich ist, auch wenn der Cage nicht zulässt, dass Adams Schwanz sich richtig aufrichten kann. Aber selbst wenn er eine Erektion bekommt, kann er sich eben nicht anfassen und nichts dagegen unternehmen, bis Leo ihn wieder aus dem Cage befreit hat.

„Fuck“, muss er noch einmal wiederholen. Und: „so gut“, schiebt er noch hinterher, nur um sicherzugehen, dass Leo ihn hier nicht falsch versteht. Adam will auf keinen Fall, dass Leo ihm den Cage gleich wieder abnimmt.

„Gut“, wiederholt Leo. Seine Handfläche gleitet ein letztes Mal über den Cage, bevor er die Hand an Adams Hüfte legt. „Was meinst du, wie lang du ihn tragen könntest?“

Fast ist es Adam jetzt schon zu viel, wenn Leo ihn so berührt und immer noch vor ihm auf dem Bett sitzt und ihn so aufmerksam anschaut. Aber eben nur fast, und es ist die gute Art von zu viel, die Adam immer am liebsten so lange wie möglich auskosten würde. Außerdem sollte das auch eigentlich nicht seine Entscheidung sein, oder? „So lange, wie du möchtest.“

Leos Lächeln verrät ihm, dass das eine gute Antwort war. „Sehr gut.“ Er erhebt sich vom Bett und weil Adam nicht daran denkt, einen Schritt zurück zu machen, bleibt Leo direkt vor ihm stehen. Leos Oberschenkel reibt über den Cage und Adam merkt, wie die Erregung in ihm wieder zu brodeln beginnt. Dabei ist der Kuss, den Leo ihm gibt, nichts als sanft. „Du weißt, was du sagen musst, wenn es dir zu viel wird?“

„Klar.“ Das mit dem Safeword haben sie schließlich schon ganz am Anfang besprochen. Und auch wenn Adam es bisher nur in den wenigsten Fällen nutzen musste, so hat er es ganz genau im Kopf und weiß, dass es ganz einfach wäre, die Sache jederzeit zu beenden.

Hier geht Adam aber nicht davon aus, dass er das hier so schnell beenden wollen wird. Der Cock Cage fühlt sich nicht schlecht oder störend an. Es ist lediglich eine ständige Erinnerung daran, dass Adam sich nicht anfassen darf. Und auch niemand sonst, bis Leo ihn irgendwann wieder aus dem Cage befreit hat. Allein das steigert die Erregung in Adam noch mehr, auch wenn sie nicht wirklich irgendwohin abfließen kann.

Stattdessen bleibt sie einfach da; auch als Leo ihn ein Stück nach hinten schiebt und Adam herumdreht, sodass er mit dem Rücken zu Leo steht. Adam kapiert nicht wirklich warum, bis er etwas an seinem Hals spürt.

Automatisch schaut er in den Spiegel am Kleiderschrank, in dem er sich nun ganz sehen kann. Er sieht das schwarze Material des Cock Cage, das sich von seinem Haut abhebt und ihn noch einmal daran erinnert, was er hier trägt. Und er sieht die Kette, die Leo ihm gerade um den Hals gelegt hat, mitsamt dem Schlüssel, der nun über seinem Brustbein ruht.

Der Schlüssel sieht unschuldig aus, wie er dort auf Adams Haut liegt, direkt über der Stelle, wo sein Schlangentattoo beginnt. Adam versteht nur langsam, was das bedeutet, als Leos Finger die Kette entlangfahren und kurz auf dem Schlüssel verweilen, um ihn ganz leicht in Adams Haut zu drücken.

Der Schlüssel zum Käfig. Adam sieht im Spiegel, wie sich seine Brust hebt, als er Luft holt; und er sieht, wie Leo den Kopf senkt, um seine Lippen für einen Augenblick auf Adams Schulter zu pressen. „Wir können jederzeit aufhören“, flüstert er gegen Adams Haut. „Wenn du dich befreien willst…“

Scheiße, Adam würde gerade nichts lieber tun, als seinen Schwanz aus dem Käfig zu befreien und sich selbst im Spiegel dabei zuzusehen, wie er sich zum Orgasmus bringt, während Leo weiter seine Haut mit Küssen bedeckt. Doch genau das ist der Grund, warum Adam den Cage anbehalten muss. „Will ich gar nicht“, stellt Adam klar.

Leo lacht. Wahrscheinlich, weil Adam schon ein bisschen zu atemlos klingt, um hier noch glaubhaft zu vermitteln, dass ihn das alles völlig kalt lässt. Glücklicherweise steht Leo so dicht hinter ihm, dass Adam nur allzu deutlich merkt, dass das Ganze auf Leo genau die gleichen Auswirkungen hat. Nur dass Leo besser als er darin ist, diese Dinge zu überspielen.

So wie jetzt, als er einen Schritt zurück macht, obwohl sein Schwanz eben noch hart an Adams Arsch lag. „Dann werden wir sehen, ob du deine Meinung nicht im Laufe des Tages noch änderst.“

Im Laufe des Tages. Fuck. Adam hat keine Ahnung, ob Leo das wirklich so meint, aber falls doch… falls doch darf Adam auf jeden Fall nicht jetzt schon kommen, wenn er nur daran denkt, so lange in seinem Cock Cage auszuhalten.

„Du solltest dich langsam mal anziehen. Sonst kommen wir noch zu spät ins Büro.“

Fuck. Wie oft kann Adam heute eigentlich noch fluchen? Erst recht, wenn er genau weiß, dass es nichts bringen würde, wenn er damit jetzt laut weitermacht, weil Leos Stimme sich im Vergleich zu vorhin so gewandelt hat, dass Adam sich sicher sein kann, dass dieser Moment vorbei ist.

Leo wird ihn nicht mehr anfassen. Jedenfalls nicht jetzt. Leo ist in den Arbeitsmodus übergegangen und Adam sollte das schleunigst auch tun, wenn er keinen Wert auf eine Bestrafung legt, nur weil sie wegen ihm zu spät gekommen sind.

Dabei fühlt sich der Cock Cage schon wie eine Bestrafung genug an, als Adam seine Kleidung darüber zieht. Er überlegt erst, einfach nur die Jeans anzuziehen ohne etwas darunter, aber dann entscheidet er sich doch lieber für ein Paar weiter Boxershorts aus Leos Seite des Kleiderschranks. Leo wird bestimmt darauf geachtet haben, dass er einen Cage auswählt, der unter seiner Kleidung nicht auffällt, wenn er Adam schon so ins Büro mitnehmen will, aber es schadet nicht, wenn Adam auf Nummer sicher geht.

Dass es Leos Boxershorts sind, ist nur ein kleiner Bonus. Genau wie Leos Pullover, mit dem Adam sich ebenfalls bedient. Es ist eigentlich nicht sein Stil, weil Adam eher weite Hoodies bevorzugt, aber bei diesem schmiegt sich das Material so angenehm um seine Haut, dass Adam es nicht lassen kann.

Diesmal schmiegt es sich ebenfalls um den Schlüssel, der immer noch an seinem Brustbein liegt. Ein Blick in den Spiegel verrät Adam, dass man weder den Schlüssel noch den Cock Cage durch seine Kleidung sehen kann. Das ändert allerdings nichts daran, dass Adam sich die ganze Zeit mehr als bewusst ist, dass sie da sind.

Schon die wenigen Schritte in die Küche, um den Kaffee in Empfang zu nehmen, den Leo ihm gekocht hat, lassen es ihn nur allzu deutlich spüren. Dabei stört der Cage gar nicht wirklich beim Laufen, aber er ist eben da und Adam kann ihn auch nicht vergessen.

Nicht, als er sich vor der Wohnungstür nach unten beugt, um sich die Schuhe anzuziehen. Auch nicht, als er hinter Leo die Treppen im Hausflur hinuntersteigt. Und erst recht nicht, als er sich neben Leo ins Auto setzt und sich Leos Hand auf seinen Oberschenkel legt. „Geht es?“

Adam hat dafür nur ein müdes Schnauben übrig. Natürlich geht es; es muss gehen, weil Leo ihn darum gebeten hat. Es ist auch auf keinen Fall unangenehm. Es ist nur eben irgendwie viel und Adam hat noch nicht wirklich raus, wie er damit umgehen soll oder wie zur Hölle er es schaffen soll, an diesem Tag einigermaßen normal zu wirken.

„Adam. Ich hab dich was gefragt.“

Das ist hier ist nicht Leos Arbeits-Stimme, mit der er Adam fragt, ob er sein Protokoll schon fertig geschrieben hat. Das ist die, die Adam im Schlafzimmer zu hören bekommt, wenn er auf eine von Leos Fragen nicht deutlich genug antwortet und Leo so lange aufhört ihn zu ficken, bis Adam es irgendwie doch geschafft hat, einen zusammenhängenden Satz zustande zu bringen.

Genau darauf hofft Adam heute Abend. Dass er vielleicht gar nicht mehr in der Lage sein wird, ganze Sätze zu formen, wenn Leo ihn endlich fickt. Das bedeutet aber auch, dass er das hier aushalten muss. „Ja. Es geht.“

„Gut.“ Leos Hand drückt leicht Adams Oberschenkel. „Du machst das so gut, Adam.“

Vielleicht kann Adam doch nicht warten. Nicht, wenn Leos Hand noch kurz über seinen Schritt streift und leicht gegen den Stoff und damit auch gegen den Käfig drückt, bevor er sie auf den Schalthebel legt.

Die Chance, irgendwie darauf zu reagieren, lässt Leo ihm aber nicht, weil er innerhalb von Sekunden wieder in den Arbeitsmodus zurück wechselt. „Dann können wir ja losfahren.“

Das können sie. Adam kommt schon irgendwie klar. Solange er weiß, was am Ende des Tages auf ihn warten könnte, schafft er es bestimmt, sich irgendwie zusammenzureißen.

 

Adam kann sich nicht zusammenreißen. Auf jeden Fall fällt es ihm verdammt schwer.

Er weiß genau, dass der Cage richtig sitzt, und doch muss er alle paar Minuten dem Drang widerstehen, ihn zurechtzurücken. Dabei würde das nicht einmal etwas bringen, weil er sich nicht richtig anfassen kann. Selbst wenn sein Schwanz gerne anschwellen möchte, hat er gerade nicht die Möglichkeit, sich aufzustellen und nach Aufmerksamkeit zu verlangen. Abgesehen davon, dass Adam ihm diese Aufmerksamkeit sowieso nicht geben kann, weil er sich dank dem Käfig nicht selbst berühren kann.

„Adam?“

Scheiße, hat Leo etwa seine Gedanken gelesen? Doch nein, der Blick, mit dem er Adam anschaut, ist definitiv kein Schlafzimmerblick; und auch nicht die Sorte, mit dem Leo ihn gleich auf die Toilette zieht, um Adam die Aufmerksamkeit zu geben, die er so gerne hätte.

„Bist du so lieb und holst mir noch einen Kaffee?“

Wenn Blicke töten könnten, würde Leo jetzt an seinem Schreibtisch zu Staub zerfallen. Oder auch nicht, weil Adam ihn ja doch gerne behalten würde – aber eben nicht hier, wo Adam keine Wahl hat, außer die Zähne zusammenzubeißen und sich aus seinem Stuhl zu erheben, um Leo seinen verdammten Kaffee zu holen.

Erst als er schon auf halbem Weg ist, fällt ihm ein, dass er Leo auch hätte sagen können, dass er seinen Arsch gefälligst selbst zur Kaffeemaschine bewegen kann. Doch nun ist Adam ohnehin schon aufgestanden und es ist schließlich auch nicht so, als ob er beim Sitzen hätte vergessen können, dass er den Cage trägt. Dass Adam ihn beim Gehen unter seinen Jeans und Boxershorts noch deutlicher spürt, kann an diesem Punkt nur noch eine Nebensächlichkeit sein.

Es fühlt sich jedoch nicht mehr so nebensächlich an, als er eine Präsenz hinter sich spürt. Weil die Kaffeemaschine so laut ist, hat er keine Schritte näherkommen hören. Aber es kann sowieso nur Leo sein, weil sich niemand trauen würde, Adam so nah zu kommen und ihm direkt in den Nacken zu atmen.

Adams Nackenhaare stellen sich auf. Er spürt, wie sich eine Gänsehaut seinen Rücken herunterzieht. Es ist ein bisschen verrückt, dass es sich so stark auswirkt, wenn Leo einfach nur hinter ihm steht, aber heute kann Adam sich wenigstens darauf berufen, dass er einen guten Grund hat, die ganze Zeit an Leo zu denken.

Der Grund wird ihm noch einmal mehr bewusst, als Leos Finger an seinem Hals entlangstreifen und unter die Kette gleiten. Der Schlüssel bewegt sich an seiner Brust. „Und?“ fragt Leo leise.

Adam würde den Schlüssel gerne vergessen. Der Schlüssel ist nur ein Zeichen, dass Adam sehr wohl könnte, wenn er wollte. Aber er kann schließlich nicht jetzt schon aufgeben, wenn sie noch nicht mal eine Stunde im Büro sind. Also muss er den Schlüssel weiter ignorieren, genauso wie den Cage, und sich stattdessen darauf konzentrieren, dass Leos Kaffee fertig ist.

„Hier. Bitteschön. Oder soll ich ihn dir noch zum Tisch tragen?“

Leo lacht. Adam dreht sich gerade noch rechtzeitig um, um die restlichen Ausläufer der Lachfältchen zu sehen, die sich dabei um Leos Augen herum bilden. Er liebt Leo vielleicht ein bisschen zu sehr. Aber gerade hasst er ihn auch ein kleinwenig dafür, dass Leo ihn so provoziert.

Doch damit muss Adam leben. Wenn er das hier mit Leo will – und wie er das will, wie ihm sein Schwanz nur allzu deutlich mitteilt, so wie er gerade gegen den Käfig reibt, als er mal wieder versucht hart zu werden – dann kann Adam nicht so schnell schon kleinbeigeben. Will er auch gar nicht.

Stattdessen drückt er Leo die Kaffeetasse in die Hand und versucht sich selbst an einem Lächeln, auch wenn das gar nicht so einfach ist, solange er sich anstrengen muss, nicht gleich über Leo herzufallen. „Brauchst du noch etwas?“

„Nein, danke.“ Vielleicht wirkt Leos Lächeln auch etwas angestrengt. Es würde ihm recht geschehen, wenn er auch nur annähernd so viel unter dieser Situation leiden würde wie Adam. Aber Leo hatte sich eben immer schon besser unter Kontrolle als er. „Aber wenn du etwas brauchst…“

„Später“, sagt er schnell. Am Ende des Tages, oder wann auch immer Leo geplant hat.

„Gut. Dann bis später.“ Leos Zwinkern ist fast genug, um Adam den Rest zu geben.

Aber nur fast. Wenn er danach für eine extra lange Raucherpause verschwindet, dann nur, weil er weiß, dass die frische Frühlingsluft ihm gut tun wird. Wenn sie ihm nebenbei auch eine gute Erklärung für die Röte auf seinen Wangen liefert, dann ist das definitiv nicht der Grund, warum Adam noch ein paar Minuten länger gebraucht hat, bis er wieder reinkommen konnte.

 

In der Mittagspause steht Adam wieder draußen. Leo hat ihn gefragt, ob er mit zum Mittagessen kommen will, aber Adam hat abgelehnt. Er hat Leo versichert, dass es vollkommen okay ist, wenn er mit Esther und Pia Essen geht – Adam braucht einfach nur ein paar Minuten für sich.

Zum Durchatmen, auch wenn er heute gefühlt schon so viel mehr geatmet hat, als er das sonst tun würde. Es hilft auch nicht viel gegen das Kribbeln in seinem Bauch, aber da er mit der Erregung sowieso nichts machen kann, muss es eben beim Atmen bleiben. Es ist auf jeden Fall besser, als das Raucherdach zu verlassen und sich dafür einen privaten Ort zu suchen.

Dabei hätte Adam die Möglichkeit, genau das zu tun. Er tastet mit einer Hand durch den Pullover hindurch nach dem Schlüssel, der immer noch an seiner Haut liegt. Mittlerweile ist das Material warm geworden und hat sich seiner Körpertemperatur angepasst. Es ist nicht sonderlich störend, aber es stört Adam einfach durch das Potenzial, das dieser Schlüssel bieten könnte.

Adam könnte sich damit einfach zur Toilette verkrümeln. Er könnte den Schlüssel von der Kette abnehmen und den Käfig öffnen, um seinen Schwanz daraus zu befreien. Er könnte sich schnell und hart einen runterholen, was mit Sicherheit nicht lange dauern würde, weil Adam schon den ganzen Tag über an kaum etwas anderes denken kann.

Aber er denkt eben auch an Leo. Leo, der genau wusste, was er tut, als er Adam diesen Schlüssel gegeben hat. Weil Adam sich zwar theoretisch in einer engen Toilettenkabine selbst befriedigen könnte; weil Leo in der Theorie nicht einmal etwas davon erfahren müsste – aber weil Adam das trotzdem nicht tun kann. Es ist einfach keine Option, jetzt schon aufzugeben oder Leo so zu hintergehen.

Natürlich würde Leo es ihm nicht übelnehmen, wenn Adam es einfach nicht mehr aushält. Aber das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass Adam das aushalten muss. Was auch der Grund ist, dass Adam auf seinem Weg nach drinnen die Toiletten links liegen lässt und sich lieber wieder an seinen Schreibtisch setzt in der Hoffnung, dass er sich mit dem Papierkram irgendwie ablenken kann.

 

Irgendwann am Nachmittag findet Adam sich trotzdem auf der Toilette wieder. Eigentlich aus anderen Gründen, aber es erinnert ihn zwangsläufig daran, dass der Cage immer noch da ist. Selbst wenn Adam eben noch dachte, dass er das im Griff hat, wird ihm jetzt bewusst, dass er sich rein gar nicht daran gewöhnt hat.

Das Problem ist nicht der Cage an sich. Die Passform ist wirklich gut und selbst wenn Adam gefühlt mit einer Dauer-Erektion herumläuft, stört es nicht besonders. Er wird in Position gehalten, aber es tut nicht weh. Jedenfalls nicht körperlich. Was in seinem Kopf passiert, ist eine ganz andere Sache.

Sein Kopf will ihm sagen, dass es so einfach wäre. Adam hat seine Hand schon unter seinem Pullover, um den Schlüssel zu ertasten. Er schaut nach unten, wo seine Jeans in seinen Kniekehlen hängen und der Käfig sich von seinem Schwanz abhebt. Adam könnte ihn einfach öffnen und –

Aber die Gedanken hatte er in der Mittagspause schon abgehakt. Es wäre einfach, aber es wäre nicht das Richtige. Oder? Schafft er es überhaupt noch, so lange durchzuhalten, bis sie Feierabend machen können, wenn er jetzt schon so kurz davor ist, seine Hand an seinen Schwanz zu legen? Selbst wenn er dabei über den Käfig greift und nur die wenigen freien Hautstellen erreicht, die eigentlich der Luftzirkulation dienen…

Ein Vibrieren aus seiner Hose schafft es im letzten Moment, Adam davon abzuhalten. Er ist froh, dass er seine Hose gerade nicht richtig trägt, weil die Vibration ihm vielleicht einfach den Rest gegeben hätte und er gekommen wäre, ohne sich je angefasst zu haben. Aber so hat er gerade noch genug Gehirnzellen übrig, dass er sich klarmachen kann, dass sein Handy nur für eine Person so vibriert.

Mühsam fischt Adam sein Handy aus seiner Jeanstasche. Natürlich ist die Nachricht von Leo. Möglicherweise hat Adam hier schon zu lange gebraucht? Aber Leo fragt nicht direkt, ob Adam versagt hat. Seine Nachricht enthält einfach nur ein Fragezeichen.

In Adams Kopf spielen sich seine verschiedenen Optionen ab. Er könnte Leo bitten, herzukommen. Er könnte ihm sagen, dass er einfach nicht mehr kann und die Chancen stehen gut, dass Leo Verständnis dafür hätte. Wenn Adam ihn lieb darum bittet, könnte Leo ihm erlauben, den Käfig zu öffnen. Bestimmt würde er auch noch dabei bleiben, während Adam sich hier zum Orgasmus bringt, oder ihm sogar dabei helfen, weil Adam immerhin schon ziemlich lange durchgehalten hat.

Aber er hätte eben nicht ganz bis zum Ende durchgehalten. Selbst wenn Leo verständnisvoll wäre; selbst wenn es an sich nicht schlimm wäre, wenn Adam das Ganze an dieser Stelle abbricht – es wäre eben immer noch eine Art von Aufgeben und es wäre nicht halb so schön, wie wenn er Leo später zuhause in aller Ruhe den Schlüssel überreichen kann, damit Leo ihn aus dem Käfig befreit.

Deshalb darf Adam sich in seiner Antwort an Leo seine Verzweiflung auch nicht anmerken lassen. Es ist nichts, womit er nicht umgehen könnte. Im Endeffekt macht es ihn nur noch geiler, als er das ohnehin schon war. Also hat er auch kein schlechtes Gewissen dabei, Leo einfach nur ein Herzchen zu schicken und ihn damit wissen zu lassen, dass bei ihm alles in Ordnung ist.

 

So ganz in Ordnung ist es allerdings doch nicht. Schon seit einer ganzen Weile schaut Adam ständig auf die Uhr, aber je näher der Zeiger auf die Fünf zu wandert, desto öfter muss Adam den Kopf heben um sich zu vergewissern, dass es bald Feierabend ist.

Es ist nicht mehr lang. Es ist schon viertel vor fünf, was bedeutet, dass Adam in einer Viertelstunde endlich mit Leo hier raus marschieren kann. Um die Uhrzeit brauchen sie mit dem Auto vielleicht zwanzig Minuten bis zu Leos Wohnung. Zwei Minuten zum Einparken und um die Treppen im Hausflur zu erklimmen. Und dann keine zehn Sekunden, bis er nackt vor Leo steht und sich von ihm nehmen lassen kann.

In seinem Kopf hat Adam alles schon bis ins kleinste Detail durchgeplant. Er ist so in seine Überlegungen vertieft, dass er erschrocken zusammenzuckt, als sich plötzlich eine Hand auf seine Schulter legt. „Kommst du noch mit ins Archiv?“

„Archiv?“ stößt Adam hervor. Die Uhr zeigt acht Minuten vor fünf. Wenn sie jetzt noch ins Archiv wollen, werden sie niemals das Büro pünktlich um siebzehn Uhr verlassen können. Das kann Leo doch nicht ernst meinen, oder?

Leos Gesichtsausdruck verrät Adam, dass er das durchaus ernst meint. Eventuell muss Adam noch einmal überlegen, ob er Leo wirklich so sehr liebt oder ob er ihn nicht möglicherweise doch ein bisschen mehr hasst als üblich. Aber er ist auch so geil wie wahrscheinlich noch nie in seinem Leben, sodass er sich nicht zutrauen würde, hier ernsthafte Überlegungen zu seinen Gefühlen anzustellen.

Die Alternative ist, Leo ins Archiv zu folgen. Was soll er auch sonst tun? Protestieren kann er sicher nicht, solange die beiden Kolleginnen nur wenige Meter von ihnen entfernt sitzen. Und er hat auch keinen wirklichen Grund, es abzulehnen. Sonst stört er sich schließlich auch nicht an einer paar Überstunden, wenn Leo ihn darum bittet.

Adam spürt den Cage wieder deutlicher, als er hinter Leo die Treppen in den Keller hinabsteigt. Selbst wenn Adam vorher die Chance gehabt hätte, seine Existenz ausblenden, so kann er das nicht mehr, als er unten fast in Leo hineinrennt, weil der nicht nach rechts weitergegangen ist, wo sich am Ende des Ganges der Eingang zum Archiv befindet.

Stattdessen wirft Leo ihm einen Blick über die Schulter zu, bevor er ihn nach links zieht. Soweit Adam weiß, befinden sich dort nur ein paar Lagerräume, die Duschen und der Fitnessraum, aber Leo wird wohl kaum verlangen, dass Adam jetzt noch ein paar Gewichte stemmt, oder? Dann wird Adam ihm endgültig einen Vogel zeigen, den Cage eigenhändig entfernen und sich direkt vor Leo einen runterholen, einfach nur aus Prinzip.

Wenn es nach ihm ginge, könnte Leo ihn danach auch ausgiebig bestrafen dafür. Aber es geht natürlich nicht nach ihm und der Raum, in den Leo ihn führt, ist sowieso nicht der Fitnessraum, sondern einer der Abstellräume, die vom Flur abgehen.

Drinnen befinden sich nur einige Regale, die mit alten Ordnern und Kisten gefüllt sind. Es ist trotz Licht halbdunkel und es riecht leicht nach Putzmittel. Mehr bekommt Adam davon allerdings nicht mit, weil Leo vor ihn tritt und seine Aufmerksamkeit ab dem Punkt definitiv nicht mehr auf seiner Umgebung liegt.

Dabei hat Leo ihn noch nicht mal angefasst. Er steht einfach nur vor ihm, die Hände locker an seinen Seiten, und lässt seinen Blick über Adam hinabwandern.

Augenblicklich spürt Adam, wie sich die Erregung wieder bemerkbar macht, die er schon den ganzen Tag mit sich herumgetragen hat, als Leos Blick an seinem Schritt hängenbleibt. Eigentlich dürfte Leo dort nichts von dem Cage erkennen können, solange Adam noch seine Jeans trägt. Aber Leo weiß eben genau, was sich dort unter dem unscheinbar wirkenden Stoff befindet.

„Du hast durchgehalten“, sagt Leo und es klingt nicht wie eine Frage. „Ich bin stolz auf dich.“

Adam nickt zum ersten Teil, während der zweite ihm einen warmen Schauer über den Rücken jagt. Gleichzeitig wird es ihm dadurch so viel schwerer gemacht, hier einfach ruhig stehen zu bleiben und sich Leo nicht sofort an den Hals zu werfen. Normalerweise würde er versuchen, seine innere Unruhe gar nicht zu zeigen, aber heute war es so viel, dass Adam es nicht ganz verhindern kann. „Also können wir jetzt nach Hause fahren? Bitte?“

Leo besitzt die Dreistigkeit zu lachen, aber dafür streckt er auch eine Hand nach Adam aus. Er lässt sie allerdings nur langsam an Adams Arm hinabwandern, bis er sein Handgelenk erreicht und seine Finger leicht unter das Bündchen von Adams Pullover schieben kann. „Bist du dir sicher, dass du es so lange noch aushältst?“

Nicht, wenn sie noch ewig hier im Keller herumstehen. Was war überhaupt der Sinn dahinter, dass Leo ihn noch einmal hierher entführt hat? Wenn sie direkt losgefahren wären, wäre Adam vielleicht den Cage schon längst losgeworden und müsste nicht hier vor Leo von einem Bein aufs andere treten, weil er ihn gerade wieder allzu deutlich spürt, als sein Schwanz darin anschwillt.

„Ja“, erwidert er trotzdem. Wenn Leo das will, hält Adam das aus. Und er würde sowieso zu den meisten Dingen ja sagen, die Leo ihm vorschlägt.

Dass Leo näherkommt, sollte sich wie ein Gewinn anfühlen. Dass er Adam dabei mit dem Rücken gegen die Tür zurückdrängt, sodass sich diese nicht mehr öffnen lässt, steht dem sofortigen nach Hause fahren jedoch irgendwie entgegen. „Was wird das?“ fragt Adam. Meistens stellt er eher keine Nachfragen und lässt Leo einfach machen, aber das hier ist sowieso so anders als sonst, dass Adam einfach mal davon ausgeht, dass er die Regeln hierfür kurz außer Acht lassen kann.

Leo weist ihn dafür auch nicht zurecht oder sagt, dass Adam sich überraschen lassen soll. Stattdessen kommt er weiter auf ihn zu, legt eine Hand in seinen Nacken und küsst ihn. Das beantwortet zwar nicht wirklich Adams Frage, aber schön ist es trotzdem, sodass er sich für einen Moment nur darauf einlässt.

Bis Leos Oberschenkel sich zwischen Adams Beine schiebt. Er drückt durch seine Kleidung hindurch gegen den Cage und es fühlt sich so gut und gleichzeitig so frustrierend an, weil Adam unbedingt richtig hart werden will. Er will, dass Leo ihn hier genau so zum Orgasmus treibt. Das Stöhnen, das ihm zwischen den Küssen entweicht, klingt auch schon entsprechend verzweifelt und er hofft, dass Leo irgendwie dafür gesorgt hat, dass sich in diesem Keller gerade niemand befindet außer ihnen.

Wobei es Adam fast egal ist, ob ihn hier jemand hört. Er braucht Leo jetzt und er stöhnt gleich noch einmal, als Leo ihren Kuss unterbricht.

Leos Stimme klingt dunkel an seinem Ohr. „Was ist, wenn ich nicht mehr bis zuhause warten kann?“

Fuck. Irgendwo hätte Adam sich sicherlich auch denken können, dass das Ganze Leo auch nicht kalt lässt, selbst wenn Leo nicht derjenige ist, der den Cock Cage trägt. Aber Leo hier so vor sich zu haben, gewillt sich Adam jetzt hier sofort zu nehmen, weil es ihm ausnahmsweise mal schwerfällt, sich unter Kontrolle zu halten…

Bei dem Gedanken muss Adam einfach seine Hüften nach vorne schieben. Selbst wenn es mit dem Cage blöd ist und er so erregt ist, dass er kaum noch klar denken kann. Aber immerhin reicht es, um Leo ebenfalls ein Stöhnen zu entlocken. „Was ist, wenn ich bis zuhause warten will…?“ stößt Adam hervor.

Er dachte ja sowieso die ganze Zeit, dass das der Plan wäre. Selbst wenn es ihn seine gesamte Selbstbeherrschung kostet – die Belohnung wäre so viel süßer, wenn Leo ihn zuhause ganz genüsslich aufs Bett drückt, während er mit seinen geschickten Fingern Adams Schwanz langsam aus dem Käfig befreit. Schließlich hat Adam den ganzen Tag schon genau darauf hingearbeitet.

Aber es ist immer noch Leo, der hier die Entscheidungen trifft. Oder? Jetzt hat er sich scheinbar erst mal dafür entschieden, mit dem Küssen aufzuhören und einen Schritt zurück zu machen, was dazu führt, dass Adam seine Worte fast ein bisschen bereut.

Als Leos Blick diesmal über Adams Körper gleitet, wirkt er eher abschätzend. Vielleicht auch lustvoll, aber es ist deutlich erkennbar, dass Leo über etwas nachdenkt. „Okay“, sagt er schließlich.

„Okay?“ Bekommt Adam etwa doch das, was er will? Nach Hause zu fahren und sich dort von Leo auf ihrem Bett ausbreiten zu lassen, wo Leo ihn nach allen Regeln der Kunst durchvögelt. Aber so einfach wird Leo es ihm wohl kaum machen, oder?

„Okay. Du hast die Wahl. Entweder…“ Leos Hand kommt wieder und legt sich auf Adams Brust, genau dort, wo der Schlüssel zum Cage immer noch auf seiner Haut ruht. „ich ziehe dir jetzt den Käfig aus und sehe zu, wie du sofort hart wirst. Danach werde ich dich ganz langsam vorbereiten und dich ficken, bis du so kurz davor bist. Aber du wartest natürlich brav, bis ich gekommen bin, oder?“

Adam schluckt. Es gab schon so viele Momente, in denen Leo ihn an seine Grenzen geführt hat, aber hier weiß er nicht, ob er das überhaupt durchhalten kann. Er hat jetzt schon das Gefühl, dass er gleich explodiert. Aber wenn Leo ihn dann auch noch anfasst und seinen Schwanz in Adams Arsch stößt… „Oder?“ hakt er nach.

„Oder du lässt den Käfig an.“

 Adam braucht einen Moment, bis sich in seinem Kopf die Puzzleteile zusammensetzen. Er kann den Käfig anbehalten. Der Rest von dem, was Leo eben gesagt hat, wird jedoch weiterhin passieren.

Adam schluckt. Vielleicht könnte er es aushalten, vielleicht auch nicht. Aber wenn er den Käfig an lässt… Er legt seine Hand auf seine Brust und schiebt sie unter Leos. Seine Finger ertasten den Schlüssel durch seinen Pullover hindurch. Wenn es nach Adam geht, wird er genau dort liegen bleiben, bis sie zuhause sind.

„Okay“, flüstert Leo. „Wie du willst.“ Alleine der Kuss, den er Adam daraufhin gibt, fühlt sich schon wie eine Belohnung an, als hätte Adam hier alles richtig gemacht.

Es fühlt sich auch richtig an, als Leo ihn herumdreht und ihm die Jeans von den Hüften schiebt. Adam schaut automatisch nach unten und sieht seinen Schwanz, der immer noch im Cock Cage steckt. So kann er auch sehen, wie Leo seine Hand darüber legt, noch bevor Adam den Hauch einer Berührung durch die Aussparungen im Käfig spürt.

Leos Hand ist warm. Am liebsten würde Adam sich weiter hineinlehnen und sich daran reiben, um diese Anspannung endlich loszuwerden, die schon den ganzen Tag in ihm tobt. Doch noch ist es nicht soweit und Adam muss sich zwingen, seine Hüften stillzuhalten, bevor Leo hinter ihm anerkennend summt und seine Hand wieder von Adams Schwanz nimmt.

Dafür hört Adam hinter sich das Klicken einer Gleitgeltube und spürt gleich darauf Leos Finger an seinem Arsch, wie sie ihn öffnen und einer davon in ihn eindringt.

Leo lässt sich dabei keine Zeit. Wirkliches Zeitgefühl hat Adam sowieso nicht mehr, aber er merkt trotzdem, dass Leo dabei schneller vorgeht als sonst. Er ergänzt seinen Finger durch einen zweiten, als Adam sich noch gar nicht so wirklich daran gewöhnt hat und fickt so hastig in ihn hinein, dass Adam sich schon jetzt an der Tür vor sich abstützen muss.

Das Abstützen ist gut, weil Adam sich sowieso nicht anfassen sollte. Bringen würde es ohnehin nichts, solange er noch den Cage trägt, auch wenn sein Schwanz darin verzweifelt versucht, sich aufzurichten. Er kann nichts tun, außer es auszuhalten, während immer wieder ein „Bitte“ von seinen Lippen fällt, als würde er Leo damit anspornen wollen, noch schneller zu machen.

Leo tut ihm den Gefallen, auch wenn Adam erst einmal aufstöhnt, als Leos Finger sich plötzlich aus seinem Arsch zurückziehen. „Leo“, keucht er, auch als er hört, wie Leo hinter ihm eine Kondomverpackung aufreißt. Selbst die wenigen Sekunden, die Leo ihn warten lässt, kommen ihm wie eine halbe Ewigkeit vor, während er gar nichts dagegen tun kann.

Er kann allerdings auch nichts tun, als Leos Schwanz schließlich endlich in ihn eindringt. Er kann nur hier stehen und sich von Leo nehmen lassen, während er versucht, sich auf den Beinen zu halten und nicht durchzudrehen, weil er sich so gerne anfassen würde.

Vor allem, als eine von Leos Händen unter seinen Pullover wandert. Die andere hält seine Hüfte fest, während Leo wieder und wieder in ihn stößt, aber diese streichelt über Adams Bauch, streift seinen Nippel und bleibt schließlich auf Adams Brustbein liegen, genau über dem Schlüssel. „Bereust du es?“ fragt Leo dicht an seinem Ohr.

„Nein.“ Wie sollte er es bereuen, sich für den Cage entschieden zu haben, wenn er an Leos Stimme hören kann, wie sehr ihn das hier mitnimmt? Wenn es sich so geil anfühlt, und das obwohl Adam genau weiß, dass er hier so nicht kommen kann? Wenn sich die Erregung immer mehr in seinem Bauch ansammelt und dort weiter wächst, bis Adam an nichts mehr denken kann außer an Leo, das Gefühl von Leos Schwanz in seinem Arsch und von dem Cage, der seinen eigenen Schwanz gefangen hält?

„Gut“, erwidert Leo. „Du machst das so gut.“ Er nimmt seine Hand vom Schlüssel und Adam stöhnt auf, als er sie wieder über den Käfig legt.

Adam sollte nicht hinschauen, aber er tut es trotzdem. Ihm ist bewusst, dass spätestens jetzt der Moment gekommen wäre, an dem er sich ohne den Cage einfach nicht mehr hätte zurückhalten können. Nicht wenn Leo ihn fickt und mit der anderen Hand über ihn reibt, während er Adam sagt, wie gut er das macht.

Doch Adam kann nicht kommen. Dafür merkt er, wie Leo sich hinter ihm anspannt. Der Griff von Leos Händen verstärkt sich und zum ersten Mal wünscht Adam sich von ganzem Herzen, dass er auch kommen könnte, als Leo hinter ihm seinen Höhepunkt erreicht.

Allerdings nur für die wenigen Sekunden, bis Leos Stöße langsamer werden und seine Hand sich von Adams Schwanz und dem Käfig löst. „Fuck“, flüstert er in Adams Ohr und er klingt so positiv durchgefickt dabei, dass Adam fast ein bisschen stolz auf sich ist. Er mag vielleicht nicht besonders viel gemacht haben, aber dass er Leo das geben kann, dass er sich Leo so hingeben darf, fühlt sich schon wie etwas ganz Besonderes an.

Da macht es auch nichts, dass Adam selbst nicht kommen durfte. Oder zumindest fast nichts, weil Adam trotzdem ein Zischen entweicht, als Leo sich aus ihm zurückzieht, und ein zweites, als Leo seine Jeans wieder nach oben zieht.

Leos Finger verharren für einen Moment an Adams Reißverschluss. „Geht es?“

Adam würde gerne sofort antworten, aber dann fühlt er lieber erst doch noch mal in sich hinein. Es war wirklich viel heute. Deutlich mehr, als er vorher gedacht hat. Seine Knie fühlen sich an wie Pudding und er bezweifelt, dass er es alleine zum Auto schaffen würde, geschweige denn, sie gefahrlos durch den Straßenverkehr zu manövrieren. Aber dafür hat er ja Leo. „Ja. Wenn du mich jetzt nach Hause bringst?“

„Natürlich.“ Leos Lippen weich an seinem Hals, genauso sanft wie seine Hände, die Adam nicht mehr als nötig berühren, als sie seine Boxershorts richten und den Reißverschluss seiner Jeans schließen.

Er küsst Adam noch einmal, als er sich zu ihm herumgedreht hat. Adam würde gerne noch eine ganze Weile so stehen bleiben, sich mit dem Rücken an die Tür lehnen und sich von Leo küssen lassen, aber mittlerweile fühlt sich der Cock Cage schon ein bisschen unangenehm an. Außerdem sollten sie sowieso längst Feierabend haben, sodass sie sich, wenn es nach Adam geht, nun endlich auf schnellstem Weg nach Hause bewegen könnten.

Zum Glück scheint Leo das auch so zu sehen. Er drückt seine Lippen ein letztes Mal gegen Adams, bevor er sich zurücklehnt und stattdessen ganz einfach nach Adams Hand greift. „Dann lass uns gehen.“

 

Die siebzehn Minuten Fahrt nach Hause sind eine einzige Tortur. Adam rutscht in seinem Sitz herum, ohne eine bequeme Position finden zu können und es hilft nicht, dass Leo ständig zu ihm herüberschaut und es aussieht, als würde Leo jeden Moment die Hand vom Lenkrad nehmen, um sie wieder auf Adams Bein zu legen.

Scheiß auf den Käfig – wenn das passieren würde, würde Adam wahrscheinlich einfach spontan explodieren. Doch zum Glück hält Leo sich davon ab und Adam kann es gerade noch verhindern, dass er erleichtert aufstöhnt, als Leo den Wagen direkt vor ihrer Haustür mit einem Zug in eine Parklücke bugsiert.

Adam war Leo noch nie so dankbar für seine Einparkfähigkeiten. Genauso wie er ihm dankbar dafür sein sollte, dass Leo sofort da ist, um nach Adams Arm zu greifen, als er bei seinem Versuch auszusteigen fast über den Bordstein stolpert.

„Ich hab dich“, sagt Leo leise, als er seinen Griff um Adams Arm verstärkt.

Ja. Leo hat ihn, was auch genau der Grund ist, dass Adam all diese Dinge mit sich machen lässt. Weil auf Leo eben immer Verlass ist.

Das bestätigt sich nur heute wieder, weil von all der Ruhe, die Leo ihm den Tag über vorgespielt hat, absolut nichts mehr übrig ist, sobald er die Wohnungstür hinter ihnen zugezogen hat. Leo stürzt sich förmlich auch ihn und Adam weiß nicht, ob er sich erst von Leo küssen oder ausziehen lassen sollte. Er will alles davon, er will Leo, und vor allem will er nicht länger warten. „Ich kann nicht mehr“, flüstert er irgendwo zwischen den Küssen und auch wenn es nicht sein Safeword ist, so hat er keinen Zweifel daran, dass Leo versteht, was Adam jetzt braucht.

„Alles gut, ich hab dich“, ist Leos Antwort, während er seine Bemühungen verstärkt, Adam aus seinen Jeans zu befreien. Sein Pullover liegt schon irgendwo auf dem Boden und es dauert nur noch Sekunden, bis das einzige, was Adam noch am Körper trägt, der Käfig und der Schlüssel sind, der immer noch um seinen Hals hängt.

Leo küsst ihn wieder, drängender diesmal, als er Adam ins Schlafzimmer schiebt. Adam landet rücklings auf dem Bett und er kann nur daliegen, während Leo sich vor ihm aus seinen Klamotten befreit. Er fand immer schon, dass Leo wunderschön aussieht, aber gerade kommt Leo ihm noch einmal so viel heißer vor, als er sich komplett nackt über Adam kniet und sich mit den Händen auf Adams Brust abstützt, um sich über ihn zu beugen.

Dort macht er jedoch erst mal nicht weiter. Adam stöhnt auf. Leo kann doch jetzt nicht aufhören, oder? Jetzt, wo sie einmal angefangen haben, kann Adam auf keinen Fall noch mal eine Pause einlegen, um ein bisschen gemütlich zu kuscheln oder sich verliebt in die Augen zu schauen.

„Adam.“ Leos Hand an seinem Gesicht ist nicht wirklich das, was er braucht, aber er folgt automatisch und zwingt sich, Leo anzuschauen.  

„Ja?“ sagt er, als Leo erst nicht weiterspricht. Leo berührt ihn schon an so vielen Punkten und es ist echt verdammt gut, aber eben nicht genug.

Doch Leos Daumen streichelt weiter seelenruhig über Adams Wange, als hätte Leo alle Zeit der Welt. „Du hast das so verdammt gut gemacht heute, Adam. Hörst du?“ Seine Lippen streifen über Adams, aber nur für einen kurzen Moment, bevor Leo weiterspricht. „Wenn du möchtest, darf du kommen, ja? Wenn du möchtest, ziehe ich dir jetzt sofort den Cage aus.“

Fuck, Adam möchte nichts lieber als das. Er will schon ja sagen, will sich Leo schon entgegenwerfen und sich unter Leos geschickten Händen seinem Höhepunkt hingeben, auf den er den ganzen Tag lang gewartet hat, doch irgendetwas an Leos Stimme lässt ihn stutzig werden. „Und wenn ich nicht möchte?“ stößt er hervor.

Das Grinsen, das sich über Leos Gesicht ausbreitet, zeigt ihm, dass Adam hier eindeutig den richtigen Riecher hatte. „Wenn du nicht möchtest… dann darfst du den Cage noch anbehalten, während ich dich ficke. Und dann entscheide ich, wann du kommen darfst.“

Adam weiß wirklich nicht, ob er das aushält. Selbst wenn er den Cage noch an hat, ist er längst so hart, wie es nur geht. Trotzdem nicht kommen zu dürfen, während er Leos Schwanz wieder in sich hat, wird sich wie Folter anfühlen. Aber eben genau wie die süße Art der Folter, die Leo ihm regelmäßig zuteilwerden lässt und von der Adam echt nicht genug bekommen kann.

Adams Finger tasten automatisch nach der Kette um seinen Hals, aber sie zittern zu sehr, um den Verschluss zu öffnen. „Entscheide du“, sagt er, auch wenn er keine Ahnung hat, wie er das überstehen soll, je nachdem, wie lange Leo ihn noch hinhalten will. Aber Leo wird schon dafür sorgen, dass Adam das irgendwie schafft.

Diese Überzeugung schwindet allerdings, als Leo ihn anlächelt. Eigentlich sollte es ein süßes Lächeln sein, eine weitere Art von Lob, das Adam bei Leo so gerne mag. Aber diesmal wirkt es gleichzeitig irgendwie verschlagen und als Adam kapiert, was Leo genau vorhat, ist es eigentlich schon zu spät.

Leo ist schnell darin, sich an Adams Brust hinab zu küssen. Seine Lippen streifen für einen Moment den Schlüssel, der immer noch dort liegt und seine Zunge gleitet über Adams Schlangentattoo nach unten. Leos Mund ist auf Adams Bauch, an seiner Hüfte und dann ist er auf einmal dort, wo Adams Schwanz immer noch im Cage feststeckt.

„Nein“, stößt Adam hervor.

„Sicher?“ Leos Atem trifft auf seinem Schwanz und alleine das ist genug, um Adams Oberschenkel zittern zu lassen. Dabei hat Leos Mund ihn nicht noch einmal berührt.

Fuck. Adam wird diesen Abend sowieso nicht überstehen, oder? „Mach weiter.“

Kaum dass die Worte seinen Mund verlassen haben, ist Leos Zunge an seinem Schwanz. Durch den Cage kann Leo ihn nicht richtig in den Mund nehmen und seine Zunge schafft es kaum durch die Aussparungen im Kunststoff, aber Adam stöhnt trotzdem auf und versucht, Leo seine Hüften entgegen zu recken. „Leo…“

Leo reagiert darauf nur, indem er seine Bemühungen verstärkt. Seine Zunge ist überall dort, wo er Adams Haut erreichen kann: um den Ring herum, an dem der Cage befestigt ist, an seinen Eiern und an seiner Spitze, wo schon erste Tropfen hervorquellen, obwohl Adam gar nicht gedacht hat, dass das so überhaupt möglich wäre. Nicht ohne Übung oder eine andere Art der Stimulation. Doch in dem Moment ist er einfach so geil, dass er es nicht einmal ausschließen würde, dass er so kommen könnte, wenn Leo genau so weitermacht.

Doch natürlich hört Leo genau dann auf, als Adam so kurz davor ist. Adam heult auf, aber auch das hilft ihm nicht, damit Leo sich wieder seinem Schwanz widmet.

Stattdessen setzt Leo sich auf. „Komm her.“

Nein. Am liebsten würde Adam gleich wieder heulen. Leo kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass Adam jetzt noch in der Lage ist, sich zu bewegen, oder?

Doch Leos Blick ist abwartend und Adam weiß, dass er keine Wahl hat, wenn er hier heute noch zum Orgasmus kommen will. Was nicht heißt, dass er das hier nicht doch jederzeit abbrechen könnte – aber wofür hat er Leo die Entscheidung überlassen, wenn er nicht auch dabei bleiben will?

Also kämpft Adam sich mühsam hoch. Seine Beine fühlen sich an wie Pudding und seine Hände zittern, aber zum Glück ist Leo da, der seine Hände nach ihm ausstreckt und ihn dorthin leitet, wo er ihn haben will.

Und zwar auf die Knie über Leos Schwanz, während Leo sich selbst in den Kissen zurücklehnt. „Du bist noch vorbereitet, oder?“

Adam nickt. Viel sagen kann er jetzt nicht mehr, erst recht nicht wenn Leo seine Hüften leicht anhebt und sein Schwanz über Adams Loch gleitet. Dass sein eigener Schwanz immer noch im Cage steckt, wird fast zur Nebensache bei dem, was Leo ihm hier in Aussicht stellt. Und schließlich hat Leo auch gesagt, dass Adam auch irgendwann kommen darf, oder?

„Dann nimm ihn dir.“ Leo gestikuliert in Adams Richtung, ehe er eine Hand an Adams Hüfte legt. Er zieht Adam allerdings nicht auf sich hinunter, sondern hält ihn nur dort fest.

Adam weiß nicht wirklich, wie er das hinkriegen soll, aber er muss das schaffen. Weil Leo ihm gesagt hat, dass Adam ihn sich nehmen soll. Und weil Adam den Hauch einer Berührung an seinem Loch nicht länger aushält.

Er greift nach Leos Schwanz und lässt sich langsam darauf sinken. Wahrscheinlich hat er Glück, dass er so viel Übung darin hat, weil Leo ihn das so oft machen lässt. Leo hat ihm mal gesagt, dass er ihm dabei gerne anschaut und Adam hofft, dass Leo auch diesmal den Anblick genießt. Wahrscheinlich wollte Leo es genau deswegen so haben; damit er beobachten kann, wie er selbst langsam in Adam hineingleitet, während Adams Schwanz immer noch gefangen im Cage hängt.

An dem Punkt müsste Adam sich normalerweise schon davon abhalten, sich selbst anzufassen, aber dieses Problem hat er diesmal nicht. In der Hinsicht wirkt der Cage vielleicht tatsächlich irgendwie befreiend, weil Adam gar keine andere Wahl hat, als sich auf Leos Brust abzustützen und anzufangen, sich auf seinem Schwanz zu bewegen.

Es ist holpriger als sonst. Adam hat bei jeder Bewegung das Gefühl, dass Leo gleich aus ihm raus rutschen wird, aber wie durch ein Wunder passiert das nicht. Leos Hände an seinen Hüften führen ihn und er stöhnt auf, wann immer Leo einen besonders empfindlichen Punkt in ihm erwischt oder wenn der Cage in der Bewegung an ihm reibt.  

Seine Arme zittern. Vielleicht muss er Leo gleich noch einmal sagen, dass er nicht mehr kann. Er beugt sich tiefer über Leo, spürt wie die Kette mit der Schwerkraft mitgeht und der Schlüssel auf Leos Brust zu liegen kommt. Er sieht gut aus gegen Leos Haut. Und doch kann er nicht dort bleiben. „Leo, bitte“, stöhnt Adam und mit einem Blick in Leos Augen weiß er, dass Leo ihn verstanden hat.

Er hat keine Ahnung, wie Leo noch so viel Feinmotorik besitzt, dass er die Kette von Adams Hals lösen kann, aber Adam stöhnt trotzdem vor Erleichterung auf. Er vergisst seine Hüftbewegungen, aber Leo schafft es irgendwie noch, seinen Schwanz weiter nach oben in Adams Arsch zu stoßen, während Adam sich an ihm festhalten muss, damit er nicht das Gleichgewicht verliert.

Und dann sind Leos Hände an Adams Schwanz, an dem Cage, und Adam kommt kaum klar mit dem Schwall an Erregung, der ihn plötzlich durchfährt, als sein Schwanz sich auf einmal aufrichten kann.

Viel mehr braucht Adam eigentlich gar nicht, aber Leos Hand an seinem Schwanz gibt ihm den Rest. Er kommt so schnell, dass es fast schon peinlich sein müsste, aber an dem Punkt kann er sich über etwaige Peinlichkeiten sowieso keine Gedanken mehr machen. Sein ganzer Körper scheint zu schweben, während ihn sein Orgasmus in immer neuen Wellen durchrollt.

Adam spürt die Tränen in seinen Augen aufsteigen; er spürt, wie seine Muskeln nachgeben, aber zum Glück ist Leo da, um ihn aufzufangen.

Er landet weich auf Leos Brust, mit Leos Armen um sich, die ihn an Ort und Stelle halten. Seine Tränen verlieren sich irgendwo an Leos Schulter, während ihn ein Schauer nach dem anderen durchläuft, als könnte sein Körper es noch gar nicht richtig fassen. Der eigentliche Orgasmus ist längst vorbei, aber Adam meint, dass er immer noch in seinen Knochen steckt und ihn mit Glückshormonen durchflutet.

Möglicherweise ist es aber auch nur die Anspannung des gesamten Tages, die langsam aus ihm weicht. Sie macht diesem wunderbar-warmen Gefühl Platz, das er erst mit Leo kennengelernt hat, in Momenten wie diesen, wo alles auf einmal an den rechten Platz gerückt wird. Wo die echte Welt ihm doch so weit entfernt vorkommt, weil Adam nichts davon so richtig greifen kann. Es ist, als hätte man ihn in Watte gepackt – warme, Leo-förmige Watte, die ihn nicht mehr gehen lässt.

Wie gut, dass Adam sowieso nicht gehen will. Er möchte es sich nur noch etwas bequemer machen, sobald seine Atmung sich wieder einigermaßen beruhigt ist. Er weiß, dass es da diese eine perfekte Position auf Leos Brust gibt, in der er stundenlang verweilen könnte, bis er sich wieder etwas gefangen hat…

Nur dass ihn diesmal etwas dabei stört. Und zwar ein ziemlich großes Etwas, das sich hart gegen seine Hüfte drückt. Adam ist sich ziemlich sicher, dass er über diese Ungemütlichkeit ungehalten knurrt – bis Leo ein leises Lachen entweicht und Adam bewusst wird, was genau da noch hart an seiner Hüfte ist. „Oh.”

„Sorry”, sagt Leo sofort. Er windet sich ein wenig unter Adam, bis sein Schwanz Adam nicht länger berührt. „Ich hab nicht damit gerechnet, dass du dich so schnell bewegst.”

Das ist irgendwie nicht das, was Adam gerade in den Sinn gekommen ist. Eigentlich hatte er auch nicht beabsichtigt, dass Leo sich von ihm wegbewegt. Er ist nur noch nicht so schnell im Denken nach allem, was er gerade erlebt hat – aber zumindest diesen Teil kriegt er schon noch auf die Reihe. „Du bist noch nicht gekommen.“

„Darum ging es doch auch nicht, oder?” Leos Hände gleiten über Adams Rücken und hinauf in seine Haare. An seinen Berührungen lässt sich kein bisschen ablesen, dass Leo sich noch nicht im gleichen post-koitalen Ermüdungszustand wie Adam befinden kann.

Bei genauerem Nachdenken findet Adam eigentlich schon, dass es auch darum geht. „Doch.”

Wieder bekommt er ein Lachen von Leo. Er bekommt aber auch weitere Streicheleinheiten, sodass es nicht ganz so schlimm sein ganz. Außerdem irgendwann ein Seufzen und Leos Schwanz, der wieder ganz leicht an Adams Hüfte entlangstreift. „Soll ich?“

„Ja, bitte.” Es ist eigentlich nicht nötig, dass Adam jetzt noch um Leos Schwanz bettelt, aber vielleicht mag er auch einfach, wie Leo darauf reagiert. Weil das „Gut” aus Leos Mund schon wieder wie ein Lob klingt und das auch jetzt, wenn Adam eigentlich schon komplett fertig ist, genug ist, um ihn fast noch einmal anzuheizen.

Aber nur fast. Nachdem sein Schwanz den ganzen Tag lang unter Dauerstress stand, liegt er jetzt nur noch schlaff an Leos Bauch. Vielleicht versucht er noch einmal, sich zu regen, als Leos Adams Beine auseinander schiebt und seinen Schwanz noch einmal zwischen Adams Arschbacken gleiten lässt, aber wenn in der Hinsicht heute nichts mehr passiert, ist das für Adam auch okay. Hauptsache, Leo darf noch einmal kommen.

Es dauert auch nicht lange. Wenn Adam eingebildet wäre, dann würde er sagen, dass es an ihm liegt, auch wenn er gerade nicht mehr als ein störendes Gewicht auf Leos Brust sein dürfte. Aber immerhin sagt Leo ihm, wie gut Adam das macht, während er sich selbst an Adams Arsch reibt und gerade fühlt Adam sich sowieso so gut, dass er überhaupt kein Problem damit hat, dieses Kompliment anzunehmen.

Leo sagt irgendetwas über den Cage und wie stolz er darauf ist, dass Adam so lange ausgehalten hat. Wie gut er an ihm aussah. Und wie sehr Leo genau das hier schon im Büro tun wollte, wann immer er Adam angesehen hat.

Adam hätte das liebend gerne auch an jedem anderen Ort mit Leo tun wollen, aber zuhause ist es schon praktisch. Hier kann er einfach liegen bleiben, nachdem Leo mit einem langgezogenen Stöhnen gekommen ist und das Gefühl genießen, wie Leo ihn noch etwas enger an sich zieht.

Sie können einfach so liegen bleiben, während Adam sich bewusst macht, wie verdammt viel Glück er mit Leo hat. Und auch, wie sehr er dafür liebt, dass er all diese Dinge mit ihm macht.

 

Es ist deutlich später, als Adam schon wieder etwas zu sich gekommen ist. Leo hat ihn mit unter die Dusche genommen, um ihm dabei zu helfen, alle Spuren des Tages von ihm abzuwaschen. Danach hat Adam brav die Tasse Tee entgegengenommen, die Leo ihm gekocht hat und er hat es abgenickt, als Leo angekündigt hat, dass er ihnen für später Indisch bestellen wird.

Indisch klingt gut. Überhaupt klingt es gut, dass Leo diese Entscheidung getroffen hat. Wenn es nach Adam geht, wird er diese Dinge den Rest des Tages alle Leo überlassen und sich gleich einfach nur wieder an ihn kuscheln, wenn Leo damit fertig ist, das Schlafzimmer aufzuräumen, damit sie die Zeit, bis das Essen da ist, bestmöglich nutzen können.

Adam nimmt noch einen Schluck von seinem Tee, genau dann, als Leo den Cage zwischen den zerwühlten Laken hervorholt. Eventuell hätte er heute doch noch eine Entscheidung treffen müssen, und zwar, sich doch etwas mehr anzuziehen als das Paar Boxer Briefs, das Leo ihm nach dem Duschen rausgesucht hat. Er ist zwar sowieso nicht davon ausgegangen, dass er die Boxers lange anbehalten wird, aber wenn ihm der Tee aus dem Mund läuft, hätte eine zusätzliche Schutzschicht an seinem Oberkörper schon praktisch sein können. 

Dafür ist es jetzt allerdings zu spät. Wobei Adam ohnehin nicht mehr an Tee denkt, als Leo sich mit dem Cage in der Hand und einem Lächeln auf dem Gesicht zu ihm umdreht. „Und? Wie hat es dir gefallen?“

„Gut.” Adam nimmt doch noch einen Schluck Tee, wenn auch nur, um Leos Reaktion darauf zu testen. Wie erwartet bleibt Leos Blick an Adams Hals hängen, als er schluckt. Er ist sich relativ sicher, dass es heute Abend beim gemütlichen Kuscheln bleiben wird, aber das heißt nicht, dass Leo nicht schon Pläne für morgen früh machen könnte.

Pläne, die eventuell auch den Cage beinhalten. Jetzt wo Leo weiß, dass das eine Option ist… und eine verdammt gute noch dazu. „Verrätst du mir, was du vorhast?” fragt er nach.

„Für heute? Nichts mehr”, antwortet Leo. Er geht an Adam vorbei und es ist mit Sicherheit Absicht, dass sein Blick dabei noch einmal über Adams Körper gleitet und dass er im Vorbeigehen mit dem Cage an Adams Hüfte hängenbleibt. „Den hier muss ich erst mal sauber machen. Aber wir finden bestimmt noch mal Verwendung dafür.”

Adam weiß, dass er nicht fragen sollte. Er mag es gerne, wenn Leo ihn überrascht. Doch gerade klingt Leo so selbstsicher, dass Adams Neugier überwiegt. „Und wann?” Wenn Leo ihm den Cage schon morgen früh wieder präsentiert und ihn fragt, ob Adam ihn wieder ins Büro anziehen würde, würde Adam wahrscheinlich auch wieder ja sagen. Aber er hat im Gespür, dass Leo es ihm nicht ganz so leicht machen wird.

Sein Gespür erweist sich als korrekt, als er Leos Lächeln sieht. „Weißt du, ich habe überlegt… wir sind doch bald im Urlaub und die Fahrt ist ziemlich lang. Aber wenn du sowieso nur auf dem Beifahrersitz sitzt…”

„Fuck, ja.” Eventuell bleibt es doch nicht dabei, dass sie heute Abend nur noch kuscheln. Auch wenn Adam seine gesamten Energiereserven aufgebraucht hat – der Gedanke ist so geil, dass Adam irgendwo bestimmt noch Motivation zusammenkratzen könnte, um über Leos herzufallen.

Doch Leo lässt ihn einfach stehen und geht mit dem Cage weiter ins Badezimmer. „Dann kannst du dich ja schon mal auf den Urlaub freuen.”

Auf die Aussicht, zwei Wochen am Stück mit Leo alleine zu sein, hat Adam sich sowieso schon gefreut. An die Fahrt dorthin hat er bisher kaum einen Gedanken verschwendet und wenn dann wäre es wohl eher in die Richtung gegangen, ob sie wohl ewig im Stau stehen würden. Möglicherweise würde Adam sich allerdings sogar über den Stau freuen, wenn dabei Leos Hand auf seinem Bein liegt, während unter dem Stoff seiner Jeans sein Schwanz im Cage versucht hart zu werden.

„Das tue ich”, ruft er Leo hinterher. Sowohl auf den Urlaub als auch die Fahrt und darauf, bei ihrer Ankunft das Ferienhaus nach allen Regeln der Kunst einzuweihen. Vorausgesetzt, dass Leo befindet, dass Adam artig genug war und ihn vom Cage befreit, sobald sie angekommen sind.

Doch bis dahin kommt Leo erst einmal ohne Cage aus dem Bad wieder. Er legt die Arme um Adam und Adam verflucht wieder die Teetasse, ist aber gleichzeitig froh, dass er sich nicht noch mehr angezogen hat, weil er so fast überall spüren kann, wie Leo sich an ihn drückt.

„Gut”, flüstert Leo in sein Ohr und dieses Kribbeln ist eins, das nicht einmal ein Cock Cage in Adam auslösen könnte. Dieses verursacht Leo ganz allein, indem er Adam hält und ihm nahe ist und bereit ist, all diese Dinge mit ihm zu tun, weil er weiß, wie sehr Adam darauf steht. „Ich freue mich auch schon.”

Notes:

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