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Characters:
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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2016-03-22
Completed:
2016-04-05
Words:
6,925
Chapters:
11/11
Comments:
160
Kudos:
113
Bookmarks:
12
Hits:
1,999

Schriftverkehr

Summary:

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Notes:

Rating: Irgendetwas zwischen M und E.
A/N: So Leute! Nach langer, langer Zeit können wir euch nun endlich stolz das erste Kapitel unserer Geschichte präsentieren!
Aber wir warnen gleich vor: Diese Geschichte ist anders. Vielleicht sogar ein bisschen Crack. Lasst euch bitte gesagt sein, dass es nicht unsere Absicht war, alles so IC wie nur irgend möglich zu schreiben. Nein, wir wollten unsere beiden Lieblinge auf diese Art und Weise mal ein bisschen miteinander spielen lassen ... und wir hoffen, dass ihr mit uns ein wenig Spaß daran haben könnt.
Zum Verständnis kann es von Vorteil sein, den Header in den jeweiligen Kapiteln ebenfalls zu lesen.
Das war's auch schon. :)
Viel Spaß!

Edit: Die Fortsetzung gibt es jetzt hier: Samstag, 22. August

(See the end of the work for other works inspired by this one.)

Chapter 1: Die erste E-Mail

Chapter Text

***

 

Gesendet: Mittwoch, 19.08.2015 um 13:05

Von: "Karl-Friedrich Boerne" <[email protected]>

An: "Frank Thiel" <frank.thiel@polizei.nrw.de>

Betreff: InTeam

 

Geschätzter Kollege Thiel,

ich wende mich heute vertrauensvoll in einer Angelegenheit an Sie, bei deren Übermittlung ich dem schriftlichen Weg den Vorzug erteile, da ein telefonischer oder gar persönlicher Vortrag am Arbeitsplatz zu a) Irritationen seitens der Kollegen und b) unerwünscht harscher und abweisender Reaktion Ihrerseits führen könnte. Da jedoch die vollständige Zurkenntnisnahme der Sache von äußerster Wichtigkeit ist, bitte ich Sie eindringlich, sich ein paar Minuten Zeit für die Lektüre der folgenden Ausführungen zu nehmen. Ich versichere Ihnen, dass auch Sie letzten Endes davon mehr als profitieren werden.

Doch bevor ich mein Anliegen näher darlege, möchte ich zunächst die Gelegenheit nutzen, mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen und Ihnen meine Glückwünsche und meine Anerkennung zum erfolgreichen Abschluss des jüngsten Falles zu übermitteln. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass meine kongenialen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Forensik im Zusammenspiel mit Ihrem kriminalistischen Scharfsinn kein Verbrechen in unserer schönen Stadt ungesühnt lassen. Ich bin davon überzeugt, dass die Statistiken der Verbrechensbekämpfung seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahre 2002 in ganz Deutschland, ja vielleicht sogar darüber hinaus ihresgleichen suchen. Wir dürfen uns wohl mit Fug und Recht wieder einmal in bester Heldenmanier auf die Schulter klopfen.

Doch nun genug der Höflichkeitsfloskeln und Selbstbeweihräucherung. Gestatten Sie mir, zum eigentlichen Kern dieses Schreibens zu kommen.

Eine diffuse, auf diversen Veränderungen meines - nennen wir es "inneren Gleichgewichtes" - beruhende Ahnung und ein Zurückblättern in meiner Erinnerung, ließ mich heute einen Blick in meinen Kalender werfen und mich überrascht feststellen, dass unsere letzte - im engsten Sinne persönliche - Zusammenkunft am 2. August stattgefunden hat. Um Ihnen die Rechenarbeit zu ersparen, kläre ich Sie gerne darüber auf, dass seitdem ein Zeitraum von 17 Tagen vergangen ist. Das ist ebenso bedauerlich wie ungewöhnlich, lagen doch bislang – sofern mein Zeitgedächtnis noch nicht allzu sehr von den bereits erwähnten Veränderungen in Mitleidenschaft gezogen ist - maximal 13 Tage zwischen zwei Treffen. Dieser Umstand lässt vermuten, dass ein Wiederaufnehmen unserer regelmäßigen Begegnungen in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden sollte.

Die oben angedeuteten körperliche Signale legen ebenfalls nahe, dass ein weiteres Hinauszögern des nächsten Zusammenkommens weder wünschenswert noch vertretbar ist.

Die Häufung sexuell aufgeladener Träume des Nächtens sowie unangemessen eindeutige Gedanken und damit verbundene physische Reaktionen am Tag - sowohl im privaten als auch im öffentlichen Rahmen - führen mehr und mehr zu Einbußen in meiner geistigen Leistungsfähigkeit, der bei weiterer Beeinträchtigung schon bald das Attribut ”inakzeptabel” beigefügt werden muss.

Maßnahmen der Selbsthilfe zum Abbau der gravierendsten inneren Spannungen sind nur von kurzfristigem Erfolg und Ablenkungsstrategien jeglicher Art sind inzwischen völlig ohne Effekt.

All dies spricht meines Erachtens eine deutliche Sprache und ich sehe nun die Herstellung erotisch motivierter körperlicher Nähe und die Ausübung des Geschlechtsaktes in einer oder mehrerer seiner zahlreichen Spielarten als einzig vernünftigen Ausweg aus dieser spannungsgeladenen Situation.

Da sich in der Vergangenheit mehr als einmal beeindruckend gezeigt hat, dass Sie und ich in dieser Hinsicht verblüffend harmonisch interagieren und - ich denke ich spreche da auch für Sie - unsere Treffen bislang äußerst zufriedenstellend endeten, möchte ich hiermit mit der Bitte an Sie herantreten, sich zur Durchführung der oben genannten Schritte in den nächsten Tagen zur Verfügung zu halten.

Als Datum für dieses Vorhaben schlage ich Samstag, den 22.08. vor. Ein früherer Termin ist von meiner Seite aufgrund auswärtiger beruflicher Verpflichtungen bedauerlicherweise nicht einrichtbar.

Bleibt mir nur noch, mich in aller Form für die Kurzfristigkeit meines Schreibens und die Deutlichkeit meiner Ausführungen zu entschuldigen, aber die Dringlichkeit der Angelegenheit lässt meines Erachtens keinen Spielraum für subtile Andeutungen. In der Hoffnung, Sie nicht verschreckt zu haben, möchte ich Sie dennoch um rasche Rückmeldung, was Ihre generelle Bereitschaft zu einer Wiederaufnahme unserer regelmäßigen Tête-à-Têtes und den vorgeschlagenen Termin im Speziellen anbetrifft, bitten. Gerne nehme ich auch Anregungen und Vorschläge für die genauere Gestaltung eines Zusammentreffens entgegen und bin bereit, in eine Diskussion mit Ihnen über diese Details zu treten. Ich bin absolut überzeugt, dass wir wie gewohnt schnell einen gemeinsamen Nenner finden werden.

 

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag und verbleibe

mit kollegialen Grüßen

Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne